Hochschulsport der Universität gestaltet orientalische Nacht im Theatersaal der Zionskirche

Bauchtanz mit Hip-Hop kombiniert

Ein Bühnenbild gibt es nicht. Am Rand der Bühne liegt lediglich ein dunkles Banner mit grauen orientalischen Symbolen. Sechs Frauen in bunten Kostümen kommen hinter den schwarzen Vorhängen hervor. Sie eröffnen die orientalische Nacht im Theatersaal der Zionskirche, zu der der Hochschulsport der Universität am Sonnabend eingeladen hat.
24.11.2013, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Victoria Thünte
Bauchtanz mit Hip-Hop kombiniert

Bunt und fröhlich geht es während der orientalischen Nacht des Hochschulsports der Universität zu.

Walter Gerbracht

Ein Bühnenbild gibt es nicht. Am Rand der Bühne liegt lediglich ein dunkles Banner mit grauen orientalischen Symbolen. Sechs Frauen in bunten Kostümen kommen hinter den schwarzen Vorhängen hervor. Sie eröffnen die orientalische Nacht im Theatersaal der Zionskirche, zu der der Hochschulsport der Universität am Sonnabend eingeladen hat.

Ein Jahr lang hat Britta Thiess die Tanzaufführung geplant. Sie unterrichtet Bauchtanz an der Universität im Rahmen des Hochschulsports. „Ich habe viele befreundete Gruppen aus der Szene eingeladen“, erzählt sie. Darunter sind beispielsweise eine Gruppe aus dem Tanzstudio „A Nada“ in der Neustadt und Gruppen von Andreya Pandara. Es waren auch Tänzerinnen aus Wildeshausen dabei.

Die Tanzgruppe von Swetlana Langer ist ebenfalls Teil der Show im Saal der Zionsgemeinde in der Neustadt. Die usbekische Tänzerin nennt sich selber Schachlo. Der Name bedeutet „schöne Augen“. „Ich tanze schon seit ich ein kleines Kind bin“, erzählt sie.

Für die orientalische Nacht hat sie mit ihrer Gruppe eine moderne Bauchtanzchoreografie mit Schleiern einstudiert. „Seit fünf Monaten trainieren wir einmal pro Woche für diesen Auftritt“, sagt Schachlo. Eine ihrer Tänzerinnen ist Larissa Fröhlich aus dem Viertel. Sie ist seit zehn Jahren Mitglied der Gruppe. „Ich wollte damals Sport machen, und tanzen ist einfach schöner als ein Sportstudio“, meint die zweifache Mutter. Für sie kombiniere Bauchtanz Sport und Spaß. „Nachdem ich einmal angefangen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören“, sagt sie lachend. Bei der orientalischen Nacht wurde nicht nur klassischer Bauchtanz gezeigt. „Viele Gruppen haben auch Tanzfusionen einstudiert“, erzählt die Veranstalterin Thiess. Das bedeutet, dass die Tänzerinnen Bauchtanz und orientalische Tänze mit Tango, Hip-Hop oder Burlesque kombiniert haben. Somit waren nicht nur die Tanzstile, sondern auch die Kostüme sehr unterschiedlich.

Die klassischen Bauchtänzerinnen trugen weit ausgestellte Stoffhosen oder knielange luftige Röcke und dazu glitzernde Oberteile. Um die Hüften hatten sie Tücher gebunden, die mit Ketten und silbernem Schmuck bestückt waren. Andere Gruppen waren komplett in bunte und glitzernde Stoffe gehüllt. Sie haben barfuß getanzt und die langen, weiten Gewänder in ihre Choreografie mit eingebunden.

Insgesamt eineinhalb Stunden lang haben die Gruppen ihre Tänze gezeigt. Auch wenn der Bremer Hochschulsport die orientalische Nacht veranstaltet hat, waren unter den Tänzerinnen nur wenige Studentinnen. Nach den Auftritten wurde der Abend zu einer Tanzveranstaltung. „Wir haben dann gemischte Musik aufgelegt“, sagt Britta Thiess. Sie wolle die Menschen zum Tanzen bewegen, egal ob klassisch, orientalisch oder modern.

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