Pandemie Berlinale prüft weiter Präsenzfestival

Vertreter der Filmbranche treffen sich gern bei der Berlinale - aber nicht in diesem Jahr, der Treff wird nur online stattfinden. Wird es auch ein Präsenzfestival geben können?
07.01.2022, 18:52
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Berlin (dpa) - Steigende Infektionszahlen fordern auch die Festivalleitung der Berlinale heraus. Die nächste Ausgabe ist für Februar geplant - ein Branchentreff wird nun ins Internet verlegt, am Filmfestival selbst wird weiter festgehalten.

„Wir verfolgen die Entwicklung der Pandemie sehr genau und Priorität bleibt die Sicherheit unserer Gäste, des Publikums und unserer Mitarbeiter*innen“, teilte eine Sprecherin am Freitagabend mit.

In Absprache mit Behörden

„Das Festival verfolgt weiterhin die Option eines Präsenzfestivals in enger Absprache mit den Behörden“, hieß es in dem Statement. „Wir überprüfen nun im Detail, welche Anpassungen die neuen Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz erfordern.“ Die Politik hatte sich zuvor auf strengere Regeln etwa in der Gastronomie geeinigt.

„Für den European Film Market der Berlinale haben wir nun jedoch das Online-Format entschieden“, teilte die Sprecherin mit. Sie bestätigte damit eine Information des US-Branchenblatts „Variety“. Der European Film Market (EFM) ist als Filmmesse ein Teil der Berlinale, etwa neben den Filmvorführungen fürs Publikum und Presseterminen.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals der Welt. Sie gilt als besonderes Publikumsfestival. Normalerweise werden Tausende Kinokarten verkauft - vor der Pandemie waren es mehr als 300 000 Tickets gewesen. Bereits für 2021 hatte die Berlinale umplanen müssen - damals wurde das Festival wegen des Coronavirus auf zwei Termine geteilt. Die nächste Ausgabe ist bisher mit Zugangsbeschränkungen vom 10. bis 20. Februar geplant.

© dpa-infocom, dpa:220107-99-629319/2

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