Kampagnenbotschafter und Erzeuger Christian Deyerling gibt Tipps für das Königsgemüse Darauf kommt es bei frischem Spargel an

Von Ende dieses Monats bis zum Johannistag, 24. Juni, findet sich der heimische Spargel in fast jeder Gemüseabteilung.
02.05.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ende dieses Monats bis zum Johannistag, 24. Juni, findet sich der heimische Spargel in fast jeder Gemüseabteilung. Worauf man beim Einkauf achten sollte, verrät Spargelerzeuger Christian Deyerling, Botschafter der EU-geförderten Kampagne „QS-live – Initiative Qualitätssicherung“.

Worauf sollte man bei Spargel achten?

Christian Deyerling: Am auffälligsten ist sicherlich die Farbe, denn es gibt weißen und grünen Spargel. Der Unterschied ist Geschmackssache. Der weiße Spargel ist milder und erfordert etwas mehr Aufwand bei der Zubereitung. Man muss ihn vor dem Kochen vom Kopf abwärts schälen und die holzigen Enden abschneiden. Grüner Spargel dagegen ist herzhafter, dafür nicht ganz so anspruchsvoll. Bei ihm reicht es, das untere Drittel zu schälen.

Woran erkennt man besonders gute Qualität?

Zum einen an der Frische. Dafür sollte der Spargel fest sein und sich nicht biegen oder drücken lassen. Die Spitzen sind am besten geschlossen und die Enden nicht ausgetrocknet. Frischer Spargel ist leicht feucht. Das kann man testen, indem man die Stangen aneinander reibt. Wenn ein quietschendes Geräusch entsteht, ist das Gemüse schön frisch.

Welche Tipps geben Sie zu Einkauf und Lagerung?

Spargel sollte möglichst frisch eingekauft und zubereitet werden, damit er nicht austrocknet. Im Kühlschrank hält er sich zwei bis drei Tage, wenn er in ein feuchtes Küchentuch eingeschlagen ist. Wer Zeit sparen möchte, kann bereits geschälte Stangen kaufen. Diese sind allerdings noch empfindlicher und sollten maximal einen Tag im Kühlschrank aufbewahrt werden, am besten in Folie. Bei weißem ungeschältem Spargel muss man ungefähr 25 Prozent Verlust durch das Schälen einrechnen. Für ein Hauptgericht benötigt man dann schon 500 Gramm pro Person oder, wenn er schon geschält ist, knapp 400 Gramm. Für eine Beilage reicht ungefähr die Hälfte.

Mit dem richtigen Rezept wird aus dem vielseitig verwendbaren Stangengemüse auch ohne Schinken eine Delikatesse, etwa mit einer vegetarischen Spargelpfanne: Dazu wird grüner Spargel in Stücke geschnitten und angebraten. Knoblauch, Tomaten und Frühlingszwiebeln zufügen, salzen und pfeffern. In Salzwasser gegarte Gnocchi und etwas Basilikum zugeben, kurz anbräunen. Wichtig: Beim Einkauf auf die Qualität achten. „Bei QS-geprüftem Spargel kann man beherzt zugreifen“, sagt Deyerling, der selbst Partner des Kontrollsystems ist. Weitere Rezepte gibt es unter qs-live.de.

DJD/PT

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