Demonstration durch Bremen

Das müssen Sie zum Christopher-Street-Day 2019 wissen

Der Countdown bis zum Start des Christopher Street Days 2019 läuft: Am 31. August rollt die Parade zum dritten Mal in Folge durch Bremen. Wir fassen die wichtigsten Informationen zum CSD zusammen.
21.08.2019, 15:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Niklas Johannson

Bremen im Zeichen des Regenbogens: Wenn am Samstag, 31. August, die Christopher-Street-Day-Demonstration durch die Hansestadt zieht, steigt einer der Höhepunkte des Sommers. In diesem Jahr lautet das Motto "40 Jahre CSD in Deutschland".

Start der Demo-Route

Der bunte Zug von Schwulen und Lesben, Trans-, Inter- und Bisexuellen sowie der gesamten Regenbogencommunity startet um 12 Uhr am Altenwall (Ecke Stadtbibliothek). Die Parade bewegt sich dann über den Wall bis zum Hauptbahnhof. Von dort geht es über die Bürgermeister-Smidt-Straße und die Obernstraße weiter zur Zwischenkundgebung, die gegen 14 Uhr auf dem Marktplatz beginnt.

Ziel der Demo-Route

Die Strecke wurde in diesem Jahr nach den Aspekten der besten Sichtbarkeit und Barrierefreiheit gewählt und endet beim Theater am Goetheplatz. Dort findet ab 15.30 Uhr die Abschlussveranstaltung mit Infoständen und buntem Kulturprogramm statt, wo die Organisatoren 7000 Menschen erwarten. Bei schönem Wetter könnte sich die Teilnehmerzahl auch im fünfstelligen Bereich bewegen. Im vergangenen Jahr waren es bei regnerischen Bedingungen 8000 Besucher.

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Rahmenprogramm

Die Teilnehmer können sich bis 0 Uhr auf ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Musikern, Bands und Redebeiträgen von vielen Organisationen freuen. Unter anderem wird die Band „Echtes Leben“ auftreten. „Wir sind der CSD, das Rahmenprogramm wird sehr vielfältig sein“, betont der Pressesprecher des CSD-Bremen, Robert Martin Dadanski. Für die Verpflegung stehen drei Foodtrucks und ein Getränkestand, der vom CSD-Förderverein betreut wird, bereit.

Anreise und Parken

Es empfiehlt sich möglichst früh in der Stadt zu sein und das Auto zu Hause stehen zu lassen, denn auf den Straßen könnte es durch die zu erwartenden Verkehrsbehinderungen sehr voll werden. „Man müsste sehr viel Zeit einplanen“, warnt Dadanski. Wer dennoch mit dem Auto kommen möchte, könnte es immerhin wie gewohnt in den naheliegenden Parkhäusern abstellen.

Umleitungen während des CSD

Wenn die Parade durch die Innenstadt führt, kann es auch im Bus- und Bahnverkehr teils zu erheblichen Einschränkungen und Verspätungen kommen. BSAG-Sprecher Andreas Holling berichtet: „Wir fahren zum CSD von etwa 10 Uhr bis in die Nacht eine Umleitung mit den Straßenbahnlinien 2 und 3." Die Linie 2 fährt zwischen den Haltestellen Sielwall und Domsheide über Humboldtstraße, Am Dobben, Rembertistraße, Hauptbahnhof, Herdentor und Schüsselkorb. Die Haltestellen Theater am Goetheplatz und Wulwesstraße entfallen in beide Richtungen. Die Linie 3 umfährt die Innenstadt hingegen weiträumig. Ab Haltestelle Eduard-Schopf-Allee geht es über Daniel-von-Büren-Straße und Falkenstraße über Hauptbahnhof, Rembertistraße und Humboldtstraße zur Haltestelle Sielwall. Die Haltestellen Wulwesstraße, Theater am Goetheplatz, Domsheide, Obernstraße, Am Brill und Radio Bremen werden von der Linie 3 während der Umleitung nicht bedient.

Sperrungen während der Parade

Der Ostertorsteinweg ist am kommenden Sonnabend, 30. August, für den Christopher Street Day 2019 gesperrt. Der Altenwall ist hingegen ab 8 Uhr komplett gesperrt und wird voraussichtlich erst gegen 18 Uhr wieder frei sein. Zwei Stunden später wird der Kundgebungsplatz dicht und bis nach Mitternacht nicht erreichbar sein. Während des Umzugs wird außerdem entlang der Route vom Wall über Herdentor, Bahnhofsplatz, Bügermeister-Smidt-Straße, Obernstraße (Mc Donalds bis zum Brill) und Domsheide kein Durchkommen sein.

Fokus auf Menschen mit Behinderungen

Der CSD legt bei dieser Auflage besonderen Wert auf Menschen mit Behinderungen, die in Begleitung auf zwei Demo-Lastwagen kostenlos mitfahren dürfen. Interessierte werden gebeten, sich um 11 Uhr auf dem Sammelplatz „Altenwall" einzufinden. Auch die BSAG zeigt Flagge und ist mit einem Bus beteiligt. Er bietet ebenfalls mobilitätseingeschränkten Menschen die Möglichkeit, am Umzug teilzunehmen.

Geschichte des CSD

1977 soll in Stockholm der erste „Befreiungstag der Schwulen und Lesben“ mit etwa 400 Demonstrationsteilnehmern in Europa stattgefunden haben. Zwei Jahre später, am 30. Juni 1979, zog Deutschland nach. In Bremen, Köln und Berlin stiegen die ersten CSD-Events auf deutschen Boden. Seit 1996 fand aus verschiedensten Gründen nur noch eine einzige Veranstaltung (2004) in Bremen statt. In diesem Jahr demonstrieren die Teilnehmer zum dritten Mal in Folge gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von Schwulen und Lesben.

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