Rätselshow mit Stefan Heine Zu Gast in der Rätselküche

Seit 2002 liefert Stefan Heine Rätsel für den WESER-KURIER. Jetzt kann man ihn auch sehen und hören: im Videoformat „Echt jetzt? Stefan Heines Rätselküche“ auf Youtube. In seiner Küche zu Gast sind Prominente.
02.04.2020, 09:03
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Zu Gast in der Rätselküche
Von Silke Hellwig

Man könnte meinen, Stefan Heine sei Papier nicht mehr genug. Seit Jahrzehnten beliefert er Zeitungen und Illustrierte mit Rätseln, seit 2002 den WESER-KURIER. In den vergangenen Jahren brachte der Hamburger außerdem unzählige Rätsel-Magazine, -Bücher und -Kalender heraus, für Erwachsene und Kinder. Jetzt zieht es ihn ins Videoportal Youtube – zumindest zunächst. Von diesem Donnerstag an kann man sich dort „Echt jetzt? Stefan Heines Rätselküche“ anschauen. Der Rätselmacher erzählt in den knapp 15 Minuten langen Videos von seiner Arbeit und tritt als Gastgeber auf: Der erste Besucher in seiner Rätselküche ist der Fernsehmoderator Steven Gätjen. In den nächsten Folgen sind der Moderator und Autor Helge Thomsen, die Fernsehmoderatorin Linda Zervakis und der Tagesschau-Sprecher Jan Hofer zu Gast.

„Das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht“, sagt Heine. Das Studio entstand in seinem Unternehmenssitz; das neue Format erforderte neue Rätsel. „Ich habe mir ganz viel einfallen lassen“, sagt Heine, die Vorbereitung der Dreharbeiten hätten ihn anders gefordert „als mein täglich Brot“. Das Ergebnis: Jan Hofer bekommt einen Fährtenschuh vor sich auf den Tisch gelegt und rätselt, was das sein könnte. Linda Zervakis löst Bilderrätsel, und Steven Gätjen bringt ein Rätselbuch namens „Der Nussknacker“ aus dem Jahr 1887 mit, über das er sich mit Heine beugt. Das ist kurzweilig und amüsant, aber vor allem ist es auch ausgesprochen lehrreich. Heine bindet die Zuschauer mit in die Folgen ein, jede und jeder kann mit raten.

Aus seinem Beruf sei sein Hobby erwachsen, sagt Heine. Zunächst gründete er ein Marktforschungsinstitut, das er mit einem Presseservice ergänzte. Er bot Zeitungen und Zeitschriften Kummerkasten-Kolumnen an sowie Horoskope – später auch Rätsel. Darauf konzentrierte er sich mehr und mehr, aus dem Beruf wurde ein großes Hobby. „Vieles, was ich sehe, wenn ich unterwegs bin, wird zu Rätseln verarbeitet. In den Phasen, in denen ich eine Weltmeisterschaft vorbereite und viele Rätsel mit der Hand mache statt am PC, sehe ich in jedem Zaun ein Rätselgitter und trage im Kopf in jedes Garagentor Zahlen ein.“

Mit vier Mitarbeitern beliefert er nach eigenen Angaben etwa 350 Zeitungen und Zeitschriften, Print- und Onlinemedien mit Rätseln aller Art. Rund 150 verschiedene Sorten bietet der Presseservice Heine an, vom klassischen Schweden-, über Silben-, Symbol- und Zahlenrätsel bis hin zu Drudeln sowie Skat- und Schachaufgaben. Er veranstaltet Rätsel-Workshops und lud zu Rätsel-Abenden auf Facebook ein. Vor allem für seine Sudokus ist Heine bekannt, in Deutschland, aber auch über Landesgrenzen hinaus. Beispielsweise entwarf er die Rätsel der US-amerikanischen Sudoku-Meisterschaft und lieferte Sudoku für Weltmeisterschaften und andere internationale Wettbewerbe, zudem ist er Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Heines Lieblingsrätselarten: Schiffe versenken und Killer-Sudoku.

Land der Rätsler und Rater

Für das Youtube-Format namhafte TV-Persönlichkeiten zu gewinnen, sei kein Problem gewesen. Manche kenne er persönlich, andere hätten sich über Kontakte der Produktionsfirma zu ihm in die Rätselküche gesellt. Niemand habe Bedenken gehabt, womöglich keine gute Figur zu machen. „Hier wird ja auch niemand vorgeführt, wir lösen die Rätsel eher gemeinsam.“

Lesen Sie auch

Deutschland ist ein Land der „Rätsler und Rater“, sagt Heine. „Wir haben 220 periodische Rätselzeitschriften im Handel, sie nehmen in Bahnhofs- und Flughafen-Buchhandlungen beinahe mehr Platz ein als Frauen- und Autozeitschriften zusammen.“ Im Juli 2019 veröffentlichte Statista die Ergebnisse einer Befragung: Danach gab es in der deutschsprachigen Bevölkerung im Alter ab 14 Jahren gut zehn Millionen Personen, die in ihrer Freizeit häufig Rätsel lösten. Fast 30 Millionen gaben an, dies hin und wieder zu tun. Warum es hierzulande besonders beliebt ist, sich über Buchstaben und Zahlen den Kopf zu zerbrechen, kann sich der Rätselmacher nicht erklären. Aber mit einem gängigen Vorurteil kann er aufräumen: Er sehe an den Reaktionen auf seine Arbeit, dass nicht etwa nur Menschen im Pensionsalter rätselten.

Stefan Heine hofft, dass sich aus der Videoreihe eine Fernsehsendung entwickelt. Die Anlagen sind da: Nicht nur die Rätsel kommen vom Profi, sondern auch die Produktion, von der Firma Riverside Entertainment für NDR Media, die sich auf Unterhaltungs- und Quizshows spezialisiert hat. Für ein TV-Format spreche, wie es in der Pressemitteilung heißt: „Zurücklehnen, mitraten und klugscheißen vom Sofa aus – was Quiz kann, kann Rätsel noch viel besser.“

Weitere Informationen

Die Videos findet man bei Youtube unter „Echt jetzt? Stefan Heines Rätselküche“. 

Das Sudoku des WESER-KURIER können Sie auch online spielen.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+