Extra-Markt Der Mond entscheidet

Bremen. Ostern ist das wichtigste Fest der christlichen Kirche.
26.03.2019, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Anke Velten

Bremen. Ostern ist das wichtigste Fest der christlichen Kirche. Eier färben oder kunstvoll zu bemalen ist allerdings eine Angewohnheit, die weitaus älter ist. Tatsächlich wurden bei Grabungen im Süden Afrikas Straußen-
eier entdeckt, die Menschen vor rund 60 000 Jahren dekoriert hatten. Sie galten in den alten Kulturen als wichtige Grabbeigabe.

Als Symbol der Erneuerung und der Auferstehung fügt sich das Ei in die österliche Thematik. Mit Aschermittwoch beginnt für die gläubige Christenheit „Quadragesima“, die 40-tägige Fastenzeit, die mit dem Osterfest endet. In religiös strikteren Zeiten wurde während dieser Fastenzeit auf Fleisch, Alkohol, Milchprodukte und Eier verzichtet. Und weil die Hühner in diesen Wochen fleißig weiterproduzierten, sammelten sich bis Ostern eine ganze Menge Eier an. Damit dieser Überschuss nicht schlecht wurde, wurden die Eier gekocht und somit haltbar gemacht.

Kalendarisch folgt das Osterfest seiner ganz eigenen Logik. Wann Ostern begangen wird, entscheidet der Mond. Seit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325, einberufen vom römischen Kaiser Konstantin dem Großen, gilt: Der
Ostersonntag ist immer der Sonntag, der dem ersten Frühlingsvollmond folgt – also dem ersten Vollmond nach dem 21. März. Ostern kann also frühestens am 22. März und spätestens am 25. April gefeiert werden. Der erste Vollmond in diesem Frühjahr steht am Freitag,
19. April, im Kalender. Im kommenden Jahr werden Frühlingsvollmond und Osterfest wieder etwas früher stattfinden – Ostersonntag ist am 12. April 2020.

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