MGH sucht Unterstützung Die Drahtzieher hinter den Kulissen

Das Mehr-Generationen-Haus in Brinkum sucht ab August Verstärkung im Büro. Der Verein bietet den ehrenamtlichen Helfern vielfältige Aufgaben. Einen Einblick geben die jetzigen Mitarbeiterinnen.
24.07.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Kaya Leimann

Stuhr-Brinkum. Mit einem freundlichen „Hallo“ wird jeder Besucher des Mehr-Generationen-Hauses (MGH) in Brinkum begrüßt. Eigentlich nichts Besonderes, könnte man denken, das Haus strahlt mit seinen vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern jedoch eine ganz besondere Wärme aus. Hilfsbereitschaft, Spaß und Zusammenhalt stehen an oberster Stelle, mit ihrer Arbeit vereinen die Aktiven Jung und Alt in vielfältigen Kursen und Angeboten. Hinter diesem großen Repertoire steckt jedoch eine aufwendige Organisation. Fünf Damen kümmern sich im Büro darum, dass alles läuft und sind die Drahtzieher hinter den Kulissen. Was genau hinter ihrer Arbeit steckt und warum der Verein weitere Verstärkung sucht, erzählten sie jetzt genauer.

„Ich selbst bin seit 2009 in Teilzeit im Haus beschäftigt, und alleine kann ich die Arbeit unmöglich bewältigen“, berichtet Daniela Gräf. Die Leiterin des MGH ist von ihrem Beruf absolut begeistert und überträgt das auch auf ihre ehrenamtlichen Helferinnen. Schnell hatte sich erste Hilfe im Büro mit Heimke Hagedorn gefunden, es folgten Renate Rosenthal, Gabi Moldenhauer, Angelika Schumacher und Helena Daubert. „Für die Bürokräfte gibt es meist zwei Motivationen, um hier anzufangen. Zum einen ermöglicht es Jüngeren zum Beispiel nach der Elternzeit einen Wiedereinstieg in den Beruf, zum anderen ist es für Ältere eine Möglichkeit, weiterhin aktiv zu bleiben und etwas für die Gemeinschaft zu tun“, erzählt Gräf.

Ersteres gilt eigentlich auch für Gabi Moldenhauer. Die 50-jährige Weyherin ist seit mittlerweile vier Jahren als ehrenamtliche Bürokraft im MGH und fühlt sich absolut wohl. „Eigentlich hatte ich das Ganze als Übergang in den Beruf gedacht, mir gefällt es hier aber einfach so gut. Von der Stelle hatte ich in der Zeitung gelesen und nach meiner Zeit als Mutter zu Hause etwas Hemmungen vor dem Wiedereinstieg“, erzählt Moldenhauer. Vor der Geburt ihres ersten Kindes übte sie ebenfalls eine Bürotätigkeit aus und arbeitete danach an einer Grundschule. „Die herzliche Atmosphäre hat mir aber alle Bedenken genommen und mich sofort überzeugt. Ich könnte mir mittlerweile kaum einen vielseitigeren Beruf vorstellen“, beschreibt Moldenhauer ihre Arbeit. Mittlerweile ist die Weyherin unter anderem für die Kinderakademie zuständig und schaut sich nach Referenten um, die den Kindern Themen wie Erste Hilfe, Feuerwehr, Kochen oder Instrumente näher bringen. In der Öffentlichkeit vertritt Moldenhauer das MGH auf Veranstaltungen und kümmert sich um die Vor- und Nachbereitung verschiedenster Kurse. „Wer möchte, kann hier also in ganz unterschiedlichen Bereichen tätig werden“, erklärt Gräf.

Angelika Schumacher hingegen suchte nach ihrem Berufsleben eine Beschäftigung. „Auch ich hatte von der freien Stelle in der Zeitung gelesen und genieße einfach die Vielfalt hier vor Ort“, sagt Schumacher. Eigentlich kommt sie aus dem Messewesen und ist dort ähnliche Arbeitsweisen gewohnt. „Hier geht es recht unorthodox zu, am Morgen weiß man nie, was der Tag bringt. Da ist Flexibilität gefragt – genau das schätze ich“, erzählt die 70-jährige Stuhrerin. Der Umgangston habe ihr von Beginn an gut gefallen, und stets könne sie sich über die kleinen Kinder aus der Kindertagesstätte Löffelchen amüsieren. „Eines meiner Projekte ist ein russischer Treff, der seit anderthalb Jahren besteht. Dann wird auf russisch und deutsch gesprochen und einfach ein bisschen zusammengesessen“, so Schumacher.

Da die ehrenamtliche Arbeit auch als Möglichkeit zum Wiedereinstieg in den Beruf genutzt wird, sucht das Team immer mal wieder neue Mitarbeiter. Das ist auch jetzt der Fall. „Helena Daubert verlässt unser Team jetzt, und wir suchen eine Nachfolge“, erzählt Gräf. Daubert hatte sich bisher vor allem um die Organisation des Reparaturcafés gekümmert und war für die Belegungsplanung der Räume zuständig.

„Je nach Affinität könnte ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin natürlich eigene auch Projekte übernehmen, für diese Aufgaben suchen wir jetzt aber speziell einen Ersatz. Wichtig sind EDV-Kenntnisse in Word und Excel, E-Mails schreiben und telefonieren“, beschreibt Gräf die grundsätzlichen Anforderungen. Ein bis zwei Vormittage in der Woche werde eine neue Kraft von 9 bis 13 Uhr gesucht, weniger sei aber natürlich auch möglich. Gräf: „Wir handhaben das hier ganz individuell und gehen gerne auf Wünsche ein.“ Wer sich für die ehrenamtliche Tätigkeit ab August interessiert, kann sich beim MGH unter der Telefonnummer 04 21 / 80 60 98 74 melden.

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