Maritime Krimi-Lesung im „Cultimo“ Die Spur führt von der Oste zum Nil

Kuhstedtermoor. Ein leckeres Frühstücksbüfett, dazu eine packende Story mit Lokalkolorit, gespickt mit historischen Begebenheiten und Kulturgeschichte um einen sagenumwobenen Schatz: Das waren am Pfingstmontag die Zutaten beim Literarischen Frühstück in der Kunst- und Kulturkneipe „Cultimo“ in Kuhstedtermoor.
26.05.2015, 00:00
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Von INGRID MAHNKEN

Ein leckeres Frühstücksbüfett, dazu eine packende Story mit Lokalkolorit, gespickt mit historischen Begebenheiten und Kulturgeschichte um einen sagenumwobenen Schatz: Das waren am Pfingstmontag die Zutaten beim Literarischen Frühstück in der Kunst- und Kulturkneipe „Cultimo“ in Kuhstedtermoor.

Der Buchautor, Professor Dr. Reinhold Friedl aus Cuxhaven, unterhielt sein Publikum mit Auszügen aus seinem jüngsten Krimi „Tödliche Schriftrollen vom Nil“. Darin macht er das tragische Schicksal der Galeasse „Gottfried“, die im März 1822 in der Elbemündung vor Cuxhaven sank, sowie ihre wertvolle Ladung und die Suche danach zur Ausgangsbasis für sein jüngstes Werk. Es ist der dritte Band einer Romantrilogie, in der der fiktive Sensationsreporter Amadeus Abendroth vom „Oste-Kurier“ auf der Suche nach einer Exklusivstory auf den Spuren alter Schätze ermittelt; dabei ist er der Polizei immer eine Nase voraus.

Für die spannende und unterhaltsame Geschichte um Land und Leute an der Oste habe er rund zwei Jahre recherchiert, erzählte der Autor. Lokale Begebenheiten aus seiner Heimat, politische Ereignisse bis hin zum internationalen Weltgeschehen inspirieren den heute 66-Jährigen seit nunmehr drei Jahrzehnten dazu, zur Feder zu greifen. Die besten Ideen kämen ihm bei einem Spaziergang oder am Fernseher. Neben Kurzgeschichten schreibt Friedl hauptsächlich Krimis. Beim Schreiben „lebe“ er gleichsam in der Welt der jeweiligen Romane, bei denen für ihn schon am Anfang das Ende klar sei. „Die längste Zeit nimmt die Recherche in Anspruch“, erklärt er. Das eigentliche Schreiben legt der Schriftsteller, zugleich Lehrbeauftragter an der Universität in Oldenburg sowie Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland, stets in die Semesterferien.

An einen Ruhestand denke er noch lange nicht. Zurzeit arbeitet er an drei Sammelbänden, die sich um die Weser und den Bremer Ratskeller ranken. Zeit für Hobbys bleibe da kaum. Häufig ist Friedl allerdings auf Lesungen anzutreffen. Er liebe den Kontakt zum Publikum. Die Gäste im „Cultimo“ dankten ihm gestern mit reichlich Applaus.

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