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Diese Filme sind im September neu auf DVD und Blu-Ray erschienen

Juwelendiebe und gestapelte Tiere: Neben dem Film „Aladdin“ und „Die sagenhaften Vier“ gibt es noch drei weitere Filme, die es nun auf DVD und Blu-Ray zu sehen gibt.
26.09.2019, 22:25
Lesedauer: 4 Min
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Von Alexandra Knief und Hendrik Werner
Diese Filme sind im September neu auf DVD und Blu-Ray erschienen

Bei der Realverfilmung von Disneys "Aladdin" bekommt Aladdin (Mena Massoud, links) von Dschinni (Will Smith) erläutert, wie das mit den Wünschen so funktioniert.

universumfilm

Aladdin (26. September)

Realverfilmungen von Disneyfilmen sind aktuell voll im Trend. „Die Schöne und das Biest“ mit Emma Watson in der Hauptrolle kam bereits 2017 ins Kino, das „Dschungelbuch“ schon ein Jahr zuvor. Gerade erst flatterte „Dumbo“ über die Kinoleinwand, und auch „Der König der Löwen“ wurde neu aufgelegt. Mit „Mulan“ und „Susi und Strolch“ soll bald nachgelegt werden. Und auch einer der wohl beliebtesten Disneyfilme hat sein Zeichentrickgewand im Mai für das Kinopublikum abgelegt und ist jetzt fürs Heimkino erhältlich: „Aladdin“. Die Adaption ist zwar gut und aufwendig umgesetzt, der Charme des Zeichentrickfilms geht aber dennoch verloren. Keine Spur mehr vom witzigen Sultan, Dschafar hat mit seinem Zeichentrick-Vorbild auch nicht mehr viel zu tun. Einzig Will Smith schafft es als Dschinni recht gut, die großen Fußstapfen, in die er tritt (Robin Williams gab dem Dschinn im Trickfilm 1992 seine Stimme und wurde damit zum Helden zahlreicher Kinder), auszufüllen. (akn)

Aladdin. 124 Minuten. Label: Walt Disney

Der humorvolle Animationsfilm "Die sagenhaften Vier" der oscarprämierten Filmemacher Wolfgang und Christoph Lauenstein ist diesen Monat erschienen.

Der humorvolle Animationsfilm "Die sagenhaften Vier" der oscarprämierten Filmemacher Wolfgang und Christoph Lauenstein ist diesen Monat erschienen.

Foto: universumfilm

Die sagenhaften Vier (27. September)

Pünktlich zum 200. Geburtstag des Märchens um die Bremer Stadtmusikanten haben die Brüder Lauenstein der Geschichte um die vier Tiere mit ihrem Animationsfilm „Die sagenhaften Vier“ einen moderneren Anstrich gegeben. Hier treffen der Hahn Eggbert, die Katze Marnie, der Hund Elvis und das Zebra Mambo Dibango aufeinander, und jedes der Tiere hat ein Problem: Die Hennen auf Eggberts Hof wollen einen neuen Hahn, weil Eggbert lieber meditiert als kräht. Hund Elvis soll ein Wachhund sein, hat aber Angst vor Menschen, und Mambo Dibango will gerne zum Zirkus, ist aber nicht so talentiert und exotisch, wie er vorgibt. Zuletzt wäre da noch Hauskatze Marnie, die davon träumt, eine echte Agentin zu sein, aber noch nie das Haus verlassen hat. Wie im Original-Märchen bekommen die vier Helden es mit Einbrechern zu tun und werden sogar selbst verdächtigt, für eine Einbruchserie verantwortlich zu sein. Um ihre Unschuld zu beweisen, versuchen sie, die echten Verbrecher zu finden. Ein netter Animationsfilm, der nicht nur Kindern Spaß macht. (akn)

Die sagenhaften Vier. 88 Minuten. Label: Universum Film.

Ein letzter Job (5. September)

Angenehme Puschenkino-Unterhaltung – nicht mehr, aber schon gar nicht weniger – bietet dieser teils amüsante, teils existenzielle Gaunerfilm des Briten James Marsh („Die Entdeckung der Unendlichkeit“). Das ist zum größten Teil das Verdienst des Ausnahmeschauspielers Michael Caine, der in dieser auf wahren Begebenheiten fußenden Räuberpistole den ultimativen Coup landen will. Er spielt Brian Reader, einen legendären Juwelendieb, der es im Alter von 77 noch einmal wissen will, weil seine Frau gestorben ist und ihm der Ruhestand ohnehin nicht behagt. Gemeinsam mit früheren Kumpanen plant er einen spektakulären Raubzug im Londoner Juwelier- und Goldschmiedviertel Hatton Garden. Zunächst lässt sich die Sache verheißungsvoll an, obwohl die Rentner-Gang nicht ganz auf der Höhe der digitalen Zeit ist und zudem mit einigen Zipperlein zu kämpfen hat. Doch auf den geglückten Überfall folgen Rückschläge in Gestalt von Misstrauen und Verrat. Kritiker haben Marsh mehrheitlich vorgeworfen, er mäandriere unentschieden zwischen Komödie, Drama und Krimi. Das stimmt, stört aber allenfalls bedingt – und schmälert nie die Güte von Michael Caines betörender Darstellung. (wer)

Ein letzter Job. 104 Minuten. Label: Studiocanal.

Im Netz der Versuchung (13. September)

Der britische Regisseur Steven Knight hat dank großartiger Darsteller einen packenden Neo-Noir-Thriller gedreht. Er erzählt von Baker Dill (Matthew McConaughey), der auf einer ruhigen karibischen Insel darauf sinnt, einen monströs großen Thunfisch zur Strecke zu bringen. Als seine Ex-Frau Karen (Anne Hathaway) ihn aufspürt und ihn anfleht, ihren gewalttätigen neuen Mann (Jason Clarke) zu töten, muss sich der Irak-Kriegsveteran entscheiden, wie wichtig ihm sein neues friedfertiges Leben im vermeintlichen Idyll ist. Viel Spielraum bleibt ihm nicht, denn das potenziell mörderische Szenario wird offenbar von jemandem beeinflusst oder gar ferngesteuert, an dem Baker Dill sehr gelegen ist. Kuriose Wendungen, frappierende Hochseefischereiszenen und das differenzierte Spiel des Oscar-Preisträgers McConaughey dürften geneigte Zuschauer über einige Logiklücken hinwegsehen lassen. (wer)

Im Netz der Versuchung. 106 Minuten. Label: Universum Film.

Kinostart - "Iron Sky 2: The Coming Race"

Die Science-Fiction-Komödie "Iron Sky 2: The Coming Race" gehört ebenfalls zu den Neuerscheinungen dieses Monats.

Foto: Disney Enterprises/Splendid Film/Universum Film/DPA

Iron Sky – The Coming Race (27. September)

Vor sieben Jahren lief „Iron Sky“, der erste Teil dieser Science-Fiction-Komödie des Finnen Timo Vuorensola, im Kino. Damals erfuhren die respektvoll erschütterten Zuschauer, dass der Mond seit 1945 flüchtige Nationalsozialisten beherbergt, deren Nachfahren eine atomare Attacke auf die Erde planen. Weil weite Teile im zweiten Teil der wüsten Genreparodie unbewohnbar sind, spielt die anarchische Fortsetzung des kolossal klischierten Films erneut auf dem Mond. Dort hat sich der führende Nazi Wolfgang Kortzfleisch verschanzt, den Udo Kier als wunderbare Karikatur vorführt. Weil in diesem trashigen Kuriositätenkabinett aber nichts ist, wie es scheint, stellt sich heraus: Der vermeintliche Nazi ist ein Alien, das Universum längst noch nicht befriedet. Popkultur-Zitate von Leonardos „Abendmahl“ bis Kubricks „2001“ machen den Film trotz dünner Geschichte zu einer aus Anspielungen und Satire gewobenen Fundgrube mit Lachpotenzial. (wer)

Iron Sky – The Coming Race. 90 Minuten. Label: 101 Films.

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