Bremen Diese zwölf Mythen erzählt die Bremer Innenstadt

Der Blick des RolandsAngeblich blickt das Wahrzeichen der Hansestadt zum Dom, um dem Bischof zu verdeutlichen, dass die Bürger auf dem Marktplatz das Sagen haben. Doch tatsächlich schaut der RolandRichtung Ostertor. Mit seinem Blick begrüßt er so die Händler, die einst von dort aus in die
12.02.2017, 00:00
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Von onlinered

Der Blick des Rolands

Angeblich blickt das Wahrzeichen der Hansestadt zum Dom, um dem Bischof zu verdeutlichen, dass die Bürger auf dem Marktplatz das Sagen haben. Doch tatsächlich schaut der Roland

Richtung Ostertor. Mit seinem Blick begrüßt er so die Händler, die einst von dort aus in die

Innenstadt kamen.

Am Markt, 28195 Bremen

Das Geheimnis im Inneren

Der Bremer Roland birgt viele Geheimnisse. Bei einer Restaurierung wurde 1989 im Inneren des Wächters eine Kassette mit nationalsozialistischen Schriften entdeckt. Noch heute sind die Furchen der geöffneten Kammer schwach zu erkennen.

Am Markt, 28195 Bremen

Spucke auf der Straße

Der vollgerotzte Gesche-Gottfried-Stein am St.-Petri-Dom ist echt eklig, hat aber eine besondere

Bedeutung: Der Basaltstein markiert die Stelle, an der die letzte öffentliche Hinrichtung in Bremen stattfand. Als Zeichen der Missachtung spucken Spaziergänger drauf.

Domshof 1, 28195 Bremen

Unreines vor Gericht

Am Alten Gerichtshaus an der Domsheide sind zahlreiche Ornamente und Halbreliefs zu finden. Die Diebe in Form von Krähen und Schweinen sind ein Zeichen der Unreinheit.

Domsheide 16, 28195 Bremen

Göttliches am Gericht

Über dem Eingang des Alten Gerichts sind die Zehn Gebote dargestellt. Direkt darunter erzählen fünf Kinderreliefs eine Geschichte von Schuld, Urteil und Begnadigung.

Domsheide 16, 28195 Bremen

Griechische Mythologie am Ostertor

Über dem Eingang der Ostertorwache ist ein Medusenkopf zu erkennen. Die Frau schaut

in ihr Inneres. Ein Spiegel soll das verdeutlichen. Dort sieht der Medusenkopf lauter Böses.

Sprich, die damaligen Gefangenen der Ostertorwache sollten ihre Taten selbst reflektieren.

Am Wall, 28195 Bremen

Die gerechte Strafe

An der Ostertorwache gibt es noch einen Aspekt, den man gerne übersieht: Die Zäune links und rechts vom Eingangstor stellen ein Bündel Ruten dar. Sie weisen auf das Recht zu strafen hin.

Am Wall, 28195 Bremen

Der Schein trügt

Hinter dem Schild der Staatsanwaltschaft verbirgt sich noch der ursprüngliche Name „Altes

Gerichtshaus“. Weil das Gebäude denkmalgeschützt ist, durfte der Schriftzug nicht beschädigt

werden. Somit wurde der neue Name lediglich davorgesetzt.

Ostertorstraße 10, 28195 Bremen

Männliches Heldentum in der Böttcherstraße

In der vorletzten Zeile der Inschrift der Böttcherstraße wurde zur Zeit des Nationalsozialismus das Wort „wenn“, durch das Wort „falls“ ausgetauscht. Denn das „Frauenzeugend Werk, das siegend steht, wenn tapfere Männer Heldentum verweht“ war für die damaligen Verhältnisse nicht akzeptabel. Die Furchen des ausgetauschten Steins sind noch heute zu erkennen.

Böttcherstraße, 28195 Bremen

Schweinkram am Rathaus

Neben Gott in Form eines Edelsteins an der obersten Spitze des Bremer Gebäudes, zeigt

ein anderes bürgernahes Relief am Bremer Rathaus, wie eine Person ihr „Geschäft“ erledigt.

Am Markt 21, 28195 Bremen

Für die eigene Sicherheit

Die Sage von der Bremer Gluckhenne gilt als Gründungssage der Hansestadt. Sie handelt davon, dass Fischer Schutz vor einem heranziehenden Sturm suchten. Die Henne mit ihren Küken zeigte ihnen einen sicheren Platz auf der Düne. Das Relief am Rathaus erinnert daran, dass jeder auf-

gerufen ist, für seine eigene Sicherheit zu sorgen.

Am Markt 21, 28195 Bremen

Kriegserinnerungen an der Bremer Kunsthalle

An einigen Bremer Gebäuden sind immer noch Kriegsschäden zu erkennen. Die Schäden an der Bremer Kunsthalle sind Einschusslöcher aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Sie sind beim Umbau und einer Renovierung des Bauwerks zwischen 2009 und 2011 bewusst ausgespart worden.

Am Wall 207, 28195 Bremen

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