Fernsehen Diether Krebs brachte Millionen zum Lachen

Hamburg. Diether Krebs hat Millionen Fernsehzuschauer zum Lachen gebracht. Er war der Schwiegersohn von Alfred Tetzlaff in der Serie «Ein Herz und eine Seele» und Komödiant in der ARD-Reihe «Sketchup».
04.01.2010, 18:11
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Hamburg. Diether Krebs hat Millionen Fernsehzuschauer zum Lachen gebracht. Er war der Schwiegersohn von Alfred Tetzlaff in der Serie «Ein Herz und eine Seele» und Komödiant in der ARD-Reihe «Sketchup».

Außerdem spielte das Multitalent aus Essen den Kommissar Herle in mehr als 100 Folgen der ZDF-Krimiserie «SOKO 5113» und löste 1977 als damals jüngster «Tatort»-Kommissar einen Fall der beliebten Krimiserie. Am 5. Januar 2000 starb Diether Krebs im Alter von 52 Jahren in seiner Wahlheimat Hamburg an Lungenkrebs. Zum 10. Todestag erinnert das NDR-Fernsehen am Samstag (2. Januar) in einer speziellen «Tatort-Nacht» an den Schauspieler. Am Montag (4. Januar) folgt «Ein Abend für den legendären Diether Krebs».

Der Schauspieler stammte aus kleinen Verhältnissen: Seine Eltern besaßen in Essen ein Schreibwarengeschäft. Als Gymnasiast entdeckte er seine Leidenschaft fürs Schauspiel, wirkte in Laienspielgruppen mit und besuchte nach der Schulausbildung die Essener Folkwangschule. Sein erstes Engagement hatte Krebs am Stadttheater Oberhausen mit Rollen von der Klassik bis zur Komödie. Den Durchbruch schaffte er in der Kultserie «Ein Herz und eine Seele», wo er den Schwiegersohn von Ekel Alfred (Heinz Schubert) spielte. Krebs verließ die Serie, weil er meinte, der Westdeutsche Rundfunk (WDR) müsse auf Wunsch der SPD die Serie entschärfen.

Danach wechselte Krebs das Genre und wurde in der ZDF-Serie «SOKO 5113» Kriminalkommissar, später auch in der ARD-Reihe «Tatort». Komödiantische Lorbeeren verdiente sich der Schauspieler in der ARD- Reihe «Sketchup» neben seinen Partnerinnen Beatrice Richter und später Iris Berben. Auch hier schied er aus, da ihm nach seiner Auffassung der politische Spielraum zunehmend eingeschränkt wurde. Mit Rudi Carrell, Beatrice Richter und Klaus Havenstein gestaltete er mehrere Folgen von «Rudis Tagesshow» (ARD). Zwischendurch gelang Diether Krebs als pseudo-alternativer Pulloverträger («Ich bin der Martin, ne») der Sprung in die Musik-Charts.

Sein letzter Fernsehauftritt mit der SAT.1-Reihe «Der Dicke und der Belgier» (1998) blieb von weiten Teilen des Publikums unbemerkt. Kurz vor dem Start der Serie musste sich der passionierte Motorradfahrer bereits einer schweren Herzoperation unterziehen. Schwer krank spielte Krebs noch in der Ruhrgebietskomödie «Bang Boom Bang» in einer Hauptrolle mit.

Seit 1979 war der Schauspieler mit Bettina Freifrau von Leoprechting-Krebs verheiratet, mit der er zwei Söhne (Moritz und Till) hatte. «Wenn man den Namen erwähnt, huscht ein Lächeln über das Gesicht der Menschen. Das finde ich sehr schön, das macht mich stolz», sagt Moritz Krebs über seinen Vater. (dpa)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+