In Oldenburg geht das Freifeld-Festival in die zweite Runde Ein Fest für die Sinne

Oldenburg. Festivals, bei denen laute Musik, Dosenbier und Fast Food einen schwer verdaulichen Konsumklumpen bilden, gibt es zuhauf. Doch es geht auch anders: Am Wochenende lockt das Freifeld-Festival in Oldenburg zum zweiten Mal Besucher an – Kunst, Nachhaltigkeit und politische Bildung sind hier die treffenden Schlagworte.
16.08.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Kristina Wiede

Festivals, bei denen laute Musik, Dosenbier und Fast Food einen schwer verdaulichen Konsumklumpen bilden, gibt es zuhauf. Doch es geht auch anders: Am Wochenende lockt das Freifeld-Festival in Oldenburg zum zweiten Mal Besucher an – Kunst, Nachhaltigkeit und politische Bildung sind hier die treffenden Schlagworte. Das dreitägige Open Air ist jung, hip und auf intelligente Weise sexy. Das Event auf dem Areal der Kaserne im Stadtteil Donnerschwee geht weit über die Grenzen eines reinen Musikfestivals hinaus: kreative Workshops, Theater, Literatur und Filmvorführungen stimulieren die Sinne der Festivalgänger und fordern sie zum Mitmachen und Mitdenken auf – ohne dabei an Leichtigkeit zu entbehren.

Am Freitag um 15 Uhr eröffnet das Freifeld mit diversen Workshops: Experimenteller Fahrradbau, analoge Fotografie, Siebdruck und Partnerakrobatik stehen auf dem Programm. Zudem bringen am Nachmittag mehrere Theatergruppen ihre Stücke auf die Bühnen. Unter anderem inszeniert das kanadisch-deutsche Duo Kim Selody und Winfried Wrede die audiovisuelle Performance „Catkiller“ mit Film und Live-Bühnenspiel.

Doch auch in musikalischer Hinsicht sorgen die Veranstalter für Highlights jenseits des Mainstreams. Neben den Oldenburger Formationen Roll On Mouche und Lee Jay Cop sind zahlreiche Gruppen aus der Ferne am Start. So packt auch das Stuttgarter Trio Eau Rouge seine sieben Sachen und macht sich auf nach Oldenburg. Ihren poppigen Indie-Sound unterlegen die Jungs mit elektronischen Klangteppichen. Leichtfüßige Beats kollidieren mit der zarten, melancholischen Stimme des Frontmanns Jonas und klingen zusammen so wie der Titel ihrer ersten Single „Golden Nights“: schillernd, tanzbar und ein wenig traurig darüber, dass die Schönheit nächtlicher Momente vergänglich ist. Eau Rouge stehen ab 18.40 Uhr auf der Bühne. Hip-Hop mit bebenden Beats und geistreichen Texten haben Eljot Quent aus Hamburg im Gepäck. Sie bringen die Köpfe ab 19.50 zum Nicken. Am späten Abend gibt es Soul und Funk der 60er-Jahre von DJ Mr. 5000 sowie eine ganze Reihe elektronischer Musik zu hören – unter anderem von Schrottvogel, dem gender-sensiblen Duo Der Mädchen & Das Junge, dem experimentellen Act Überwassersystem und vom Slow-House-DJ Billion One.

Facettenreich geht es auch am Sonnabend weiter: Die Workshops reichen von Miniwindräder-Bau über Hip-Hop-Tanz und Gruppensingen bis Schablonen-Graffiti. Auf die Ohren gibt es an diesem Nachmittag neben literarischen Darbietungen die surrenden Bässe des Trios Luc von Mensing, tanzbaren Synthie-Pop vom Dänen Asbjørn, knisternde Downtempo-Beats von Oscar & The Wolf sowie klassischen House kombiniert mit dem Techno Detroits von der Künstlerin Cinthie. Für fette Hip-Hop-Sounds sorgen am Abend die Lo-Fi Phonoz: zwei DJs, drei Turntables und zwei Mixer wollen die Massen zum Tanzen bewegen. Am Sonntag klingt das Festival nach allerhand Workshops, Lesungen und Musik mit dem Auftritt der melodisch-verträumten Indie-Band Yesterday Shop um 18 Uhr aus.

Das Freifeld-Festival findet vom Freitag, 22. , bis Sonntag, 24. August, auf dem Gelände der Oldenburger Kaserne Donnerschwee statt. Infos zum Programm gibt es unter www.freifeld-festival.de.

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