Der neue Worpsweder Kunstverein sieht sich als Ergänzung zum traditionellen Angebot im Künstlerdorf Ein Forum für zeitgenössische Kunst

Worpswede. Er will anders sein, das heißt in diesem Fall vielleicht ein wenig frecher und provokanter, und er widmet sich schwerpunktmäßig der zeitgenössischen Kunst. Der neue Worpsweder Kunstverein (NWWK), will im Künstlerdorf an der Hamme ausschließlich Künstlern der Gegenwart ein Forum bieten.
14.01.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Ein Forum für zeitgenössische Kunst
Von Uwe Dammann

Er will anders sein, das heißt in diesem Fall vielleicht ein wenig frecher und provokanter, und er widmet sich schwerpunktmäßig der zeitgenössischen Kunst. Der neue Worpsweder Kunstverein (NWWK), will im Künstlerdorf an der Hamme ausschließlich Künstlern der Gegenwart ein Forum bieten.

Mit rund 200 Quadratmetern Ausstellungsfläche hat der Verein auf zwei Galerie-Etagen im „Village“ mitten im Herzen des Künstlerdorfes an der Bergstraße 22 Ausstellungsflächen gefunden und präsentiert hier internationale Künstler einer breiteren Öffentlichkeit.

Worpswede – das Künstlerdorf – hat eine 125-jährige währende Tradition, die im Jubiläumsjahr 2014 besonders gewürdigt wurde und immer noch bei den meisten Besuchern mit den großen Namen von einst verbunden wird. Otto Modersohn, Fritz Mackensen, Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler, Fritz Overbeck und viele andere, deren meisterhafte Bilder aus dem früheren Dorfleben oder dem umliegenden Teufelsmoor mit seiner bizarren Landschaft den kleinen Ort international bekannt gemacht haben.

Traditionelle Landschaftsimpressionen aus dem Teufelsmoor wird man bei Ausstellungen des neuen Worpsweder Kunstvereins dagegen nicht finden. „Wir haben einen anderen Schwerpunkt und sehen uns nicht als Konkurrenz zum etablierten Kunstverein, sondern als Ergänzung“, sagt Kunstvereinsmitglied Friedrich Frerichs, der unter dem Namen „Shorty“ selbst in Sachen Kunst unterwegs ist.

Zum Vorstand des neuen Worpsweder Kunstvereins gehören als Vorsitzender Hans Joachim Manske, der lange Zeit in Bremen die Städtische Galerie leitete, die Künstler Ursula Barwitzki von der Kunstschule Paula oder der Ottersberger Martin Vosswinkel, dessen Arbeiten in vielen Städten zu sehen waren. Der Vorstand selbst ist weitgehend in der Kunstszene etabliert, will dafür aber jungen Künstlern, etwa Meisterschülern und Absolventen der benachbarten Hochschulen für Bildende Künste aus Ottersberg, der HfBK Bremen und Hamburg ein Forum bieten und deren Arbeit fördern. In Zusammenarbeit mit jungen Künstlern und ihren Professoren ermöglicht der Kunstverein Werkschauen und Veranstaltungen in seinen Räumen und fördert – je nach finanzieller Möglichkeit – die Herausgabe von Katalogen und Künstler-Editionen. Darüber hinaus will der neue Kunstverein, so Frerichs, seine vorhandenen internationalen Kontakte nutzen und neue Netzwerke für die Künstler entwickeln. Im Austausch mit Ausstellungsleitern und Gastkuratoren konzipiert und organisiert der Verein in lockerer Folge thematische Einzel- oder Gruppenausstellungen mit Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt zwischen Reykjavik, Hamburg, Warschau oder Berlin und gewährt auf diese Weise Einblicke in deren aktuelle künstlerische Produktionen.

In der nächsten Ausstellung vom 1. Februar bis 26. April kommen allerdings Künstler aus der Region zum Zuge. Der neue Kunstverein präsentiert Arbeiten von Christina Völker und Bernd Müller-Pflug. Während Christina Völker gern abstrakt malt, zeigt Bernd Müller-Pflug Bilder mit vielschichtig transparent überlagerten Farbflächen und Linienverläufen, die sich zu verwirrenden architektonischen Gebilden formen.

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