Bremen Europa Galante in der Glocke

Fabio Biondi und Europa Galante öffneten im ersten Konzert des Abends in der Glocke die musikalische Italo-Scherzkeksdose und spielten Giacchino Rossinis Ouvertüre zum Operneinakter „Il signor Bruschino“. Das Stück weist alle Zutaten auf, mit denen Rossini weiland und auch noch heute seine Zuhörer becirct, die typischen Melodielinien, ein ständig an -und abschwellendes Crescendo, Tempiwechsel und Schelmenstreiche wie das regelmäßige Geklapper mit dem Geigenbogen auf dem Notenständer.
21.08.2016, 00:00
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Europa Galante in der Glocke
Von Iris Hetscher

Fabio Biondi und Europa Galante öffneten im ersten Konzert des Abends in der Glocke die musikalische Italo-Scherzkeksdose und spielten Giacchino Rossinis Ouvertüre zum Operneinakter „Il signor Bruschino“. Das Stück weist alle Zutaten auf, mit denen Rossini weiland und auch noch heute seine Zuhörer becirct, die typischen Melodielinien, ein ständig an -und abschwellendes Crescendo, Tempiwechsel und Schelmenstreiche wie das regelmäßige Geklapper mit dem Geigenbogen auf dem Notenständer. Dirigent Fabio Biondi und sein 1990 gegründetes Barockorchester Europa Galante wirbelten mit einer immer leicht ironisch anmutenden Verve durch das Stück, gaben Punktiertes hüpfend und servierten dem Publikum so eine leichte Süßspeise, um es bestens auf die weiteren musikalischen Leckereien des Abends einzustimmen. Zum Bespiel auf den Hauptgang ihres Konzerts. Es folgte mit der Sinfonie Nr. 1 in c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy hochromantische deutsche Dramatik. Dem durchaus zur Verspieltheit neigenden Werk gaben Biondi und sein Orchester eine wohltuend klare Linie. Stürmisch wurde das Allegro molto angegangen, auch die zarter komponierten Passagen spielten die Musiker zügig, mit betont ausgefeilter Dynamik. Das Andante legten die Streicher beinahe elegisch an, wodurch die Solopassagen der Bläser besonders eindrücklich leuchten konnten. Das Menuetto und das abschließende Allegro con fuoco betonten wieder die Stringenz des Ansatzes der ersten beiden Sätze, mit auf den Punkt ausmusizierten, deutlich akzentuierten Phrasen. Das Publikum in der Glocke belohnte diese Interpretation nicht nur mit Applaus, sondern auch mit vereinzeltem Trampeln.

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