Tatort-Kritik "Wahre Liebe" Ähnlich währt am längsten

Liebe, Hass, Eifersucht - der Kölner Tatort „Wahre Liebe“ (heute, 20.15 Uhr, ARD) widmet sich den ganz großen Gefühlen. Die Geschichte ist eher lahm, dafür schafft Regisseur André Erkau eine Atmosphäre, die dem Thema gerecht wird - ohne Kitsch.
28.09.2014, 00:01
Lesedauer: 1 Min
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Ähnlich währt am längsten
Von Birgit Bruns

Liebe, Hass, Eifersucht - der Kölner Tatort „Wahre Liebe“ (heute, 20.15 Uhr, ARD) widmet sich den ganz großen Gefühlen. Die eigentliche Geschichte ist zwar eher lahm, dafür schafft Regisseur André Erkau eine Atmosphäre, die der Thematik gerecht wird, ohne ins Kitschige abzudriften.

Es geht um die Suche nach der großen Liebe. Wie findet man den einen Menschen, der zu einem passt? Partnervermittlerin Natascha Klein hat da ein einfaches Rezept: „Ähnlich währt am längsten“ lautet das Credo ihrer Online-Partnerbörse „Lovecast“. Mit ihrem Ähnlichkeitsalgorithmus feiert die Karrierefrau große Erfolge. Doch dann wird sie ermordet.

Die Kommissare Ballauf und Schenk stoßen gleich zu Beginn auf mehrere Verdächtige. Da wäre „der Zauberer“, ein notorischer Heiratsschwindler. Ein Motiv hätte auch der Ehemann des Opfers, schließlich ist Natascha Klein fremd gegangen. Und was ist mit Stefan Schmelzer, der sie immer wieder bedrohte?

Während die Kommissare mehr oder weniger zielstrebig von einer Vernehmung zur nächsten stolpern, entwickelt sich nebenher die eigentliche Story: Es geht um Singles, die das Alleinsein satt haben. Kommissar Ballauf, der allein frühstücken muss, weil er es nicht schafft, Kollegin Lydia Rosenberg an sich zu binden. Jörg Klein, der verzweifelte Ehemann, der vor den Scherben seiner Beziehung steht. Und die Lovecast-Kundin Maren Heise, die an einer Mischung aus Selbstmitleid und Einsamkeit kaputt geht.

Die gelungene schauspielerische Leistung der Darsteller und die gekonnte Inszenierung lenken den Zuschauer so weit vom eigentlichen Fall ab, dass das wenig überzeugende Ende gar nicht mehr so auffällt.

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