Extraklasse 2+ - Mo. 03.05. - ZDF: 20.15 Uhr „Extraklasse 2+“

Axel Prahl als Vorzeigepauker mit Spürnase

„Extraklasse 2+“: Zum zweiten Mal schlüpft Axel Prahl fürs ZDF in die Rolle des Abendschullehrers Ralph Friesner. Diesmal muss er sich dabei gegen einen Komplott der Schönen und Reichen aus Berlin-Charlottenburg behaupten.
27.04.2021, 20:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Elisa Eberle
Axel Prahl als Vorzeigepauker mit Spürnase

Das sind die neuen und alten Gesichter der "Extraklasse 2+" (von links): Die Schüler Sandra (Cosima Henman), Norbert (Nico Ranel) und Philipp (Anselm Bresgott), Lehrer Ralph Friesner (Axel Prahl), Direktorin Dörte Wiederbusch (Aglaia Szyskowitz), Schüler Walter (Hans-Martin Stier) und Ralphs Kumpel Gökdal (Vedat Erincin).

ZDF / Frédéric Batier

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz in der deutschen Unterhaltungsbranche: Wenn die Sender oder die Kinos einen bestenfalls lustigen Film über Pauker oder das Schulwesen herausbringen, garantiert das meist gute Quoten und lobende Kritiken. Man denke etwa an den dreiteiligen Kinohit „Fack Ju Göhte“ (2013-2017) mit Elyas M'Barek oder die erst kürzlich zu Ende gegangene neunte Staffel der RTL-Erfolgsserie „Der Lehrer“ mit Hendrik Duryn beziehungsweise Simon Böer. Kein Wunder also, dass auch das ZDF den Schauspieler Axel Prahl in der Rolle des Abendschullehrers Ralph Friesner nun erneut ins Rennen schickt. Ob „Extraklasse 2+“ (Regie: Matthias Tiefenbacher) die guten Einschaltquoten (im Schnitt 6,50 Millionen Zuschauer) seines Vorgängers „Extraklasse“ toppen kann?

Formal betrachtet, bietet der zweite Teil all das, was die etwas klischeehafte Wohlfühlkomödie „Extraklasse“ einst auszeichnete: Erneut liegt es allein an dem sympathischen Ralph, seine Klasse, bestehend aus den unterschiedlichsten Charakteren, auf ihren Schulabschluss vorzubereiten. Doch als wäre diese Aufgabe nicht schon schwierig genug, legen die äußeren Umstände dem ambitionierten Pädagogen weitere Steine in den Weg: In den Räumlichkeiten der Abendschule gab es einen Wasserrohrbruch. Der Direktorin Dörte Wiedebusch (Aglaia Szyszkowitz) bleibt somit gar nichts anderes übrig, als ein Ausweichquartier für ihre Schützlinge zu finden. Ausgerechnet im innovativen Bildungszentrum des Berliner Nobelviertels Charlottenburg wird sie fündig!

Herzerwärmend und inspirierend

Während Dörte von dem Gedanken der Intergration zwischen Ober- und Unterschicht überzeugt ist, geraten Ralph und seine Schüler regelmäßig mit den Schnöseln und deren Direktor (Stephan Kampwirth) aneinander. Im Film führt das zu unterhaltsamen wie auch schockierenenden Szenen. Doch Ralph wäre nicht Ralph, wenn er den Ärger einfach so auf sich sitzen ließe: Mit seinem nahezu detektivischen Spürsinn setzt der gelernte Journalist alles daran, die krummen Machenschaften des Direktors aufzudecken und das Vertrauen seiner heimlichen Liebe Dörte zurückzugewinnen.

Auch wenn „Extraklasse 2+“ hier und da ein wenig klischeehaft daherkommt, so ist die Komödie von Johann Bunners und Martin Douven (Buch) über lange Strecken hinweg sehr herzerwärmend und inspirierend. Das liegt nicht zuletzt an dem großartigen Cast, allen voran dem Hauptdarsteller Axel Prahl und der wie immer fabelhaften Katharina Thalbach als dessen Mitbewohnerin.

Was das anhaltende Interesse an Paukerkomödien im Allgemeinen angeht, so lässt sich dieses, laut Hauptdarsteller Prahl, wohl vor allem durch die „gemeinsame Schnittmenge“ erklären, die die Zuschauer zwangsläufig mit dem Stoff haben: „Zur Schule gegangen ist jeder“, erklärte der 61-Jährige im Interview. „Jeder hat dazu ein Verhältnis. Jeder kennt Anekdoten aus der eigenen Schulzeit und muss innerlich über das eine oder andere sicherlich schmunzeln.“ Eine Behauptung, der man bei „Extraklasse 2+“ definitiv zustimmen kann.

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