Vulva und Vagina – Einblicke in die weibliche Lust - Do. 22.04. - 3sat: 20.15 Uhr Vulva und Vagina - Einblicke in die weibliche Lust

Die Befreiung der weiblichen Geschlechtsorgane

Die weiblichen Geschlechtsorgane galten lange als eher unerforscht. Das hat sich geändert. Das Interesse an den äußeren weiblichen Genitalien wuchs zuletzt nicht nur in Medizin und Wissenschaft.
18.04.2021, 14:00
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Von Jasmin Herzog
Die Befreiung der weiblichen Geschlechtsorgane

Auch ein Hobby: Die Sexualpädagogin Stefanie Grübl erstellt vielfältige Vulva-Modelle, unter anderem aus Gips.

ZDF / Dennis Groß

Da kann Mann fast ja schon neidisch werden. In der Klitoris laufen etwa 8.000 Nervenenden zusammen - mehr als irgendwo sonst im menschlichen Körper. Sie ist so das orgastische Zentrum der Frau. Zum Vergleich: Das männliche Genital beherbergt nur rund 4.000 Nervenenden. Doch anders als sonst in Wissenschaft und Medizin galten die weiblichen Geschlechtsorgane lange als unerforscht und waren mit Scham behaftet. Das hat sich zuletzt geändert. „Vulva und Vagina - Einblicke in die weibliche Lust“, so der Titel der 3sat-Dokumentation von Denise Dismer, sind mehr und mehr befreit.

Mit ihrem Film, der nun in einer Wiederholung zu sehen ist, will die Autorin darüber aufklären, was jeder Mann und jede Frau angeblich über die primären weiblichen Geschlechtsorgane wissen sollte. Dass dies eine durchaus komplizierte Angelegenheit ist, zeigen schon die biologischen Gegebenheiten. Die Klitoris beispielsweise ragt samt Schwellkörper so weit in den Unterleib hinein, dass sie sowohl von außen als auch von innen stimuliert werden kann. Doch wie die weibliche Lust am besten fördern? Auch das ist eine durchaus komplexe Frage. Das belegt unter anderem die bisher größte „Vulva-Studie“, die im Kantonspital Luzern in der Schweiz durchgeführt wurde. Ein Team von fünf Ärzten hat die Genitalien von 657 Frauen vermessen. Die Unterschiede waren enorm.

Im Anschluss an die Wissenschaftsdokumentation am Donnerstagabend bei 3sat diskutiert Gert Scobel über ein verwandtes Thema. Auch er widmet sich ab 21.00 Uhr der Vulva. Der Gastgeber fragt unter anderem, warum ausgerechnet das weibliche Geschlechtsorgan ins Visier eines Optimierungswahns gerät. So lassen sich allein in Deutschland jedes Jahr 7.000 Frauen an der Vulva operieren - Tendenz steigend.

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