Die nächste Keira?

Eleanor Tomlinson spielt in "Hepzibah" (Mo., 01.02., 20.15 Uhr, ProSieben) und in "Alice im Wunderland" (Kinostart: 04.03.)

Erst 17 und schon dick im Geschäft. Manch einer handelt Eleanor Tomlinson schon als die nächste Keira Knightley.
15.01.2010, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Ute Nardenbach

Erst 17 und schon dick im Geschäft. Manch einer handelt Eleanor Tomlinson schon als die nächste Keira Knightley.

Einmal Johnny Depp ganz nah sein. Wie viele Mädchen und Frauen träumen nicht davon? Für Eleanor Tomlinson, süße 17, geht der Wunsch bald in Erfüllung. Sogar über den roten Teppich darf sie mit den großen Stars aus "Alice im Wunderland" (Kinostart: 04.03.) schreiten. Die Engländerin mit dem zarten Puppengesicht angelte sich eine Nebenrolle in Tim Burtons kunterbunter 3-D-Romanverfilmung. Johnny traf die Schönheit beim Dreh allerdings nicht. Nun hofft sie auf die aufregende Premierenfeier. "Ich versuche, mich ganz normal zu verhalten, aber ich krieg bestimmt kein Wort raus", lächelt die Jungschauspielerin, die gerade steil die Karriereleiter hochklettert. Für die ProSieben "Thrill Time" drehte Eleanor zuletzt ihre erste Hauptrolle im Ausland. Im Mystery-Horror "Hepzibah - Sie holt dich im Schlaf" (Mo., 01.02., 20.15 Uhr) versucht sie, einer unheimlichen Selbstmord-Serie auf den Grund zu gehen.

Angst hatte die gebürtige Londonerin nicht, so weit weg von zu Hause am Drehort Prag Gruselgestalten hinterherzujagen. "Es war toll, einen Horrorfilm zu drehen", berichtet die Teenagerin begeistert. "So etwas hatte ich noch nie gemacht." Ein Einstand, der die Crew sehr beeindruckte. Regisseur Robert Sigl überschlug sich vor Lob über das attraktive Nachwuchstalent: "Eleanor Tomlinson ist ja gerade mal 17 Jahre alt, aber ihre Professionalität und ihr grenzenloser Enthusiasmus, ihr ungeheurer Fleiß und ihre totale Hingabe an die Rolle haben nicht nur mich, sondern das ganze Team umgehauen und mitgerissen", erklärte er.

Talent und Leidenschaft zum Beruf müssen wohl in den Genen liegen. Vater Malcolm ist ebenfalls Schauspieler, Mutter Judith zudem noch Sängerin. Auch der kleine Bruder Ross eifert seinen Eltern nach. Mit 13 stand Eleanor zum ersten Mal vor der Kamera. Ein Jahr später spielte sie schon mit Edward Norton und Jessica Biel im Zauberer-Thriller "Der Illusionist".

In Zukunft wird das Mädchen wohl häufiger allein durch die Weltgeschichte reisen. "Auf sich selbst gestellt zu sein, war schon seltsam", gibt sie zu. Doch da sie mit allen Kollegen am "Hepzibah"-Set in Prag wunderbar zurechtkam, fühlten sich alle bald "wie eine große Familie". Schließlich war sie sogar ein bisschen traurig, wieder nach England zurückkehren zu müssen. Doch die Arbeit ruft.

Nach "Alice im Wunderland" stehen nun zwei weitere prominent besetzte Produktionen für Eleanor an. Im Drama "Heaven and Earth" gehören Natascha McElhone ("Californication") und James Purefoy ("Rom") zu ihren Kollegen. Außerdem hat sie Robert Sigl für einen weiteren Horror-Thriller, "The Spider", verpflichtet - mit Malcolm McDowell ("Uhrwerk Orange") und "Gollum" Andy Serkis. Da bleibt wohl nicht viel Zeit für die Hobbys der Pferdenärrin und leidenschaftlichen Skifahrerin.

Sigl hat eine Erklärung für die rasante Karriere der 17-Jährigen: "Eleanor ist die perfekte Verkörperung einer Märchenheldin à la Dornröschen oder Schneewittchen auf der Schwelle zum Erwachsensein." Die anmutige Schönheit des Mädchens ist auch einer weiteren Branche längst aufgefallen: Eleanor ist ebenfalls als Model erfolgreich, zierte unter anderem schon die Seiten der "Teen Vogue" und "InStyle".

Seit sie Regisseurin Gurinder Chadha für den Film "Frontalknutschen" (2008) engagierte, werden auch immer wieder Vergleiche mit Keira Knightley laut. Die spielte 2002, ebenfalls mit erst 17, für Chadha in "Kick it Like Beckham". Ein Jahr später folgte dann allerdings der Mega-Blockbuster "Fluch der Karibik". Große Fußstapfen für Eleanor, die hofft, dass ihr Weg sie in eine ähnliche Richtung führen wird.

Trotz der schmeichelhaften Vergleiche scheint sie aber auf dem Teppich geblieben zu sein. Eingebildet ist die 17-Jährige jedenfalls nicht: "Ich bin albern, dusslig und manchmal komplett blond", gibt sie zu. "Besonders, wenn Jungs in der Nähe sind." Außerdem ist sie immer noch "geschockt", wenn ihr Rollen angeboten werden. Ein bisschen ergeht es der jungen Eleanor im Filmbusiness eben auch wie Alice im Wunderland ...

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