In Zukunft wird holografisch operiert

Wie im Science-Fiction-Film: Der Elektronikhersteller Toshiba plant, im Dezember in Japan einen 3D-fähigen Fernseher auf den Markt zu bringen, ...
12.11.2010, 00:00
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Wie im Science-Fiction-Film: Der Elektronikhersteller Toshiba plant, im Dezember in Japan einen 3D-fähigen Fernseher auf den Markt zu bringen, ...

Wie im Science-Fiction-Film: Der Elektronikhersteller Toshiba plant, im Dezember in Japan einen 3D-fähigen Fernseher auf den Markt zu bringen, für den keine Brille mehr benötigt wird. Eine kleine Revolution, die aber nur der Anfang der dreidimensionalen Zukunft ist, wie das Wissenschaftsmagazin "Nature" in seiner Novemberausgabe berichtet. Einem Forscherteam der University of Arizona gelang es, ein Verfahren zu entwickeln, das die Aufzeichnung und die Echtzeit-Übertragung von holografischen Bewegtbildern ermöglicht, für dessen Wahrnehmung ebenfalls keine 3D-Brillen oder andere Hilfsmittel benötigt werden. Aufgezeichnet wird das Bild von regulären Kameras. Wichtig dabei ist, dass jede Kamera aus einem anderen Blickwinkel filmt. Je mehr Kameras drehen, desto räumlicher und authentischer wird der Bildeindruck. Das 3D-Bild wird dann auf einen schnellen Pulslaser codiert, der einen speziellen Bildschirm beschreibt: "Das Herz des Systems ist ein Screen, der mit einem lichtempfindlichen Polymer-Film beschichtet ist und alle zwei Sekunden mit einem neuen Hologramm aktualisiert werden kann", wird Pierre-Alexandre Blanche vom Arizona College of Optical Sciences, auf der Homepage der Universität zitiert. Der Pulslaser, jeder Impuls entspricht einem einzelnen holografischen Pixel, stanzt das Bild quasi in die Oberfläche ein, die es so lange wiedergibt, bis sie neu beschrieben wird. Wo Lasersystem und Bildschirm stehen, ist egal: Die von den Kameras aufgezeichneten Bilder können per Internet an jeden Ort der Welt übertragen werden, wo sie zum Live-Hologramm werden. Dieses Telepräsenz-Verfahren könnte künftig zum Beispiel in der Medizin zum Einsatz kommen. So könnten mehrere Chirurgen in verschiedenen Städten gleichzeitig einer Operation in Echtzeit und in 3D beiwohnen.

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