Finale "Germany's next Topmodel" Kylie und Katy helfen Klum

Köln. Heute kürt Heidi Klum ihr nächstes "Topmodel". Um die Titel kämpfen Alisar, Laura und Hannah. Doch in diesem Jahr waren die Quoten von "GNTM" vergleichsweise mager. Und daran sind nicht nur die braven Mädels schuld.
10.06.2010, 10:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Franziska Kramer

Köln. Heute kürt Heidi Klum ihr nächstes "Topmodel". Um die Titel kämpfen Alisar, Laura und Hannah. Doch in diesem Jahr waren die Quoten von "GNTM" vergleichsweise mager. Und daran sind nicht nur die braven Mädels schuld.

ProSieben scheint es wohl zu ahnen, dass Heidis Mädels es diesmal alleine nicht reißen können. Für das große Finale von "Germany's next Topmodel" (Do., 10. Juni, 20.15 Uhr) hat man sich jedenfalls ein paar Damen eingeladen, die es verstehen, das Publikum wirklich zu begeistern. Kylie Minogue, Katy Perry und Monrose sollen für (die musikalische) Unterhaltung bei der Casting-Show sorgen. Ob ProSieben aber so wieder auf einen ähnlich hohen Marktanteil in der jungen Zielgruppe kommt wie 2009 (29,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen), ist fraglich. Denn nach der quotenstärksten Staffel im vergangenen Jahr, lief 2010 nicht alles nach Gardemaß.

Die Zuschauerzahlen ließen von Anfang an zu wünschen übrig. Zumindest im Verhältnis zu dem, was sich ProSieben von dem sonst so beliebten Format erhofft hatte. Am Vatertag kam dann der Absturz auf ein Langzeit-Tief von nur 14,6 Prozent Marktanteil. Zugegeben, ein extremer Ausrutscher nach unten, der wohl auf den Feiertag zurückzuführen ist. Aber dennoch, bei Heidi und ihren Mädels scheint die Luft in Staffel fünf langsam raus zu sein.

Zum Großteil ein hausgemachtes Problem. Denn auch eingefleischte Klum-Fans können nicht abstreiten, dass die Vierfach-Mama in der Vergangenheit nicht gerade zimperlich mit ihren Jury-Kollegen umging: Nach Publikums-Liebling Bruce Darnell mussten bald auch Peyman Amin und das kölsch-französische Original "Rolfe" Scheider gehen. Das sieht ganz so aus, als könne die gute Heidi keine (Mode-)Götter neben sich dulden. Abgesehen davon, nimmt sie dem Stammpublikum auch ständig seine Lieblinge weg. Neu-Juror "Q" darf bald übrigens auch schon wieder seine Koffer packen, was allerdings zu verschmerzen sein dürfte. So lästerte auch Ex-Juror "Rolfe" in "Bild", dass der Unterhaltungswert des Neuen gegen null tendiere: "Wenn ich ihn sehe, schlafen mir die Füße ein."

Vielleicht darf ja wenigstens Jorge bleiben. Der quirlige Kubaner mit den sympathischen Ausspracheschwierigkeiten wurde dem Publikum in dieser Staffel als neuer Catwalktrainer vorgestellt. Der 43-Jährige, der sich erst auf 15 Zentimeter hohen High Heels wohlzufühlen scheint, wirkt zwar wie eine Reinkarnation - oder auch ein Abklatsch - von Bruce Darnell, sorgt aber wenigstens für ein bisschen Unterhaltung. Er schaffte es sogar zu Stefan Raab, der ihm zu Ehren bei "TV total" die "Jorge-Woche" ausrief.

Ansonsten herrschte weitestgehend Routine, bisweilen Langeweile bei "Germany's next Topmodel". Heidi sagte ihre Sprüche auf: "Du musst Dich mehr anstrengen! Du musst alles geben!" und zog die Entscheidungen am Ende jeder Show durch unglaubwürdige Täuschungsmanöver und diverse Hinhaltetaktiken in unerträgliche Längen.

Gut, die Mädels sahen wie immer blendend aus, aber Schönheit ist eben nicht alles. Es kommt auch auf innere Werte an: wie Reizbarkeit, Zickenpotenzial, keine Teamfähigkeit oder Eifersucht. Und was das angeht, bewies das Team um die Klum in diesem Jahr kein so gutes Händchen. Die Folgen liefen relativ friedlich ab. Da konnte man sich schon ein paar Damen vom Kaliber einer Tessa, Larissa oder Fiona herbeisehnen, die in vergangenen Staffeln auch mal Krallen und Ellenbogen ausfuhren.

Zumindest das Finale dürfte spannend werden. Schließlich stellen alle geladenen Musikacts ihre neuen Singles in der Kölner Lanxess-Arena vor. Kylie Minogue präsentiert ihren Song "All The Lovers". Katy Perry tritt mit "California Gurls" auf. Und Monrose performen "Like A Lady". Da kann man sich auch ruhig mal das Rahmenprogramm anschauen.

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