Amazone im Adrenalinrausch Michelle Ryan ist die "Bionic Woman" (ab 03.03., mittwochs, 22.05 Uhr, RTL II)

Nicht bionisch, aber dynamisch: Die hübsche Michelle Ryan ist ein echter Adrenalin-Junkie.
29.01.2010, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Ute Nardenbach

Nicht bionisch, aber dynamisch: Die hübsche Michelle Ryan ist ein echter Adrenalin-Junkie.

Frauen und Technik? Das passt ja im Volksmund nicht so gut zusammen. Das Experiment "Bionic Woman" (2007, ab 03.03., mittwochs, 22.05 Uhr, RTL II) scheiterte allerdings aus anderen Gründen. Daran, dass der US-Sender NBC die Nachfolgerin der berühmten "Sieben-Millionen-Dollar-Frau" aus den 70-ern nach nur acht Folgen wieder verschrotten musste, war wohl der US-Autorenstreik schuld. Mangelnde Vorbereitung kann man "Bionic Woman" Michelle Ryan jedenfalls nicht vorwerfen. Um die Frau mit den Super-Prothesen überzeugend zu spielen, trainierte die gebürtige Londonerin jeden Tag anderthalb Stunden - unter anderem die Kampfkunst Krav Maga: "Ich könnte jemandem mit der flachen Hand die Nase in den Schädel drücken", sagt die zierliche Brünette. "Ich könnte einem Mann den Arm oder das Bein brechen. Das ist ganz schön toll."

Mit der jungen Dame sollte man sich also besser nicht anlegen. Wer sich wohl getraut hat, ihr zu sagen, dass die Serie abgesetzt wurde? Ihr Traum, vom englischen Soap- zum internationalen Serien-Star zu avancieren, ist damit erst einmal in weitere Ferne gerückt. Aber Michelle Ryan ist ja noch jung - und ehrgeizig.

Die 25-Jährige arbeitet schon seit 15 Jahren an ihrer Karriere. Mit zehn trat sie einer Theatertruppe in der Nähe von London bei. "Ich wollte schon immer eine professionelle Schauspielerin werden", erinnert sie sich. Mit 16 kam dann der nächste große Schritt. Michelle wurde für die bekannte britische Seifenoper "EastEnders" gecastet.

Fünf Jahre blieb sie dort. Wurde sozusagen auf dem Bildschirm erwachsen, "sehr schnell", wie sie sagt. Auch ihren ersten Freund traf sie in der Soap. Ihren ersten Kuss bekam sie allerdings schon vorher - auch vor laufenden Kameras. Ein feuchter, aber nicht unbedingt fröhlicher Moment: Klein-Michelle sollte bei einem Vorsprechen für ein Rock-Video den Leadsänger knutschen. "Er war viel älter als ich, und obwohl ich schon 16 war, hatte ich noch nie einen Jungen geküsst. Ich wusste nur, dass man die Zunge benutzen muss." Also tat sie das - zur großen Verblüffung ihres Gegenübers. "Er wurde richtig rot!"

Harmlos war auch ihre Rolle in "EastEnders" nicht: Michelle spielte eine extreme Teenagerin, während sie selbst noch damit beschäftigt war, ihre eigene Identität zu entdecken. "Es ging um Teenager-Prostitution, Schwangerschaft, Alkohol", sagt Ryan, die damals eine Zeit lang unter Depressionen litt. "Ich war 18, verwirrt und total überfordert." Sie habe aber nie an Selbstmord gedacht, wie die Yellow Press damals behauptete, versichert Michelle.

Mit 21 verließ sie schließlich die Serie. "Ich wollte unbedingt raus und neue Leute kennenlernen", sagt sie. "Am Ende war es einfach nur langweilig." Und Langeweile verträgt sich so gar nicht mit ihrem Naturell. "Ich brauche einen regelmäßigen Adrenalinrausch", erklärt Ryan, die gerne mit dem Porsche eines Freundes über Rennstrecken braust. "Ich liebe Geschwindigkeit, ich liebe Gefahr. Dann fühle ich mich lebendig und stark. Ich bin nicht wirklich ein mädchenhaftes Mädchen."

Das bewies sie auch am Set von "Bionic Woman". Obwohl die Crew sie für "verrückt" hielt, wollte Michelle alle Stunts selbst machen: So flog sie durch die Luft und trat dabei Fenster ein oder sprang über brennende Autos. Dem verwirrten Regisseur, der ein Double engagieren wollte, verriet sie: "Ich trinke nicht und nehme keine Drogen, also muss ich mir irgendwo anders meine Kicks holen." Dafür muss allerdings nicht unbedingt etwas zu Bruch gehen. Die schöne Michelle liebt auch Karaoke.

Derzeit holt sie sich ihre Kicks in verschiedenen, etwas weniger physisch anspruchsvollen Genres. Neben "Grey's Anatomy"-Star Kevin McKidd spielte sie im TV-Drama "One Night in Emergency". Claire Forlani und Gatte Dougray Scott waren ihre Filmpartner in der Dramödie "No Ordinary Trifle". Außerdem abgedreht: der Crime-Thriller "4.3.2.1" mit Emma Roberts.

Und zu Hause? Hat die "Bionic Woman" schon ihren Superman gefunden, der mit ihrem Tempo mithalten kann? In Sachen Liebe sei die Serienrolle nicht gerade von Vorteil gewesen, behauptet die Engländerin: "Ich wusste, dass es meine Chancen bei Männern verschlechtern würde, wenn ich eine Frau mit bionischen Kräften spiele." Männer würde das verunsichern. "Ich hatte diesen tollen neuen Körper und war total fit, aber ich bekam einfach keinen Typen ab."

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