Geheimnisvolle Schönheit Morena Baccarin spielt in "V - Die Besucher" (neue Folgen ab 10. Oktober immer montags, 20.15 Uhr, ProSieben) die Anführerin der Außerirdischen

Als Alien-Anführerin Anna mischt Morena Baccarin auch bei uns die Serienwelt auf.
16.09.2011, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Christina Zimmermann

Als Alien-Anführerin Anna mischt Morena Baccarin auch bei uns die Serienwelt auf.

Morena - die Dunkelhaarige. Besonders einfallsreich waren die Eltern ja nicht, als sie ihrer Tochter diesen Vornamen gaben. Auch Morena Baccarin sieht das so und lacht erst einmal: "Meine Mutter hatte eben viel Fantasie." Angeblich ließ sich die in ihrer Heimat Brasilien als erfolgreiche Theaterschauspielerin umjubelte Vera Setta von einer ihrer Rollen inspirieren: Morena, einer Blutsaugerin aus dem Film "O Vampiro de Copacabana" (1976). Passend wäre das ja, schließlich spielt ihre Tochter nun in der ProSieben-Serie "V - Die Besucher" (ab 10. Oktober, immer montags, 20.15 Uhr) nun selbst ein übersinnliches Wesen. Doch wo andere Jungstars noch von der großen Karriere träumen, hat die 31-jährige Morena Baccarin eine Rolle bereits hinter sich, für die manch anderer alles geben würde: Jesus.

Zwar war die Schauspielerin damals erst sechs Monate alt: "Meine Mutter spielte Maria, und weil ich hinter der Bühne wie am Spieß schrie, holte sie mich kurzerhand als Jesus zu sich", erzählte sie dem US-Talker Jimmy Kimmel mit einem charmanten Augenzwinkern. Früh übt sich nun mal.

Ursprünglich wollte Morena allerdings Ärztin oder Anwältin werden, doch spätestens, seit sie die New Yorker LaGuardia High School of Performing Arts besuchte - auch Adrien Brody, Robert De Niro und Jennifer Aniston drückten hier die Schulbank - hat es sie endgültig gepackt.

Hierzulande ist die in Rio de Janeiro geborene Schauspielerin, die mit zehn Jahren nach New York zog, gerade in "V - Die Besucher" zu sehen, einem Remake der 80er-Jahre-Serie "V - Die außerirdischen Besucher kommen". Darin verkörpert sie die Alien-Anführerin Anna, die gemeinsam mit ihrem Volk auf die Erde kommt, um den Menschen im Tausch für einfache Rohstoffe extraterrestrische Erfindungen im Bereich Medizin und Technik zur Verfügung zu stellen. Doch hinter der menschlichen Fassade der Besucher lauern reptilienartige Kreaturen, die nur eines im Schilde führen: die Welt langsam infiltrieren, um sie dann an sich zu reißen.

"Kinder haben seither ziemlich Angst vor mir", erläuterte Morena Baccarin in einem Interview die Konsequenzen ihrer Rolle. "Und Piloten." Am Flughafen war es dann auch, als die Schauspielerin selbst eine Begegnung, nun ja, der dritten Art machte: "Während ein Sicherheitsbeamter meine Papiere checkte, raunte er mir zu: 'Wenn sie alles über Roswell wissen wollen, treffe ich sie am Gate und erzähle es ihnen." Dass der Herr seine Worte tatsächlich in die Tat umsetzte, war dann doch etwas zu viel des Guten.

Aber klar, manchem Fan fällt es mitunter nicht leicht, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Noch dazu, weil Morena Baccarin bei ihrer bisherigen Rollenwahl stets Hang zum Übernatürlichen zeigte: In der US-Serie "Firefly", die hierzulande bei SuperRTL zu sehen war, hatte sie ihren ersten TV-Auftritt. Auch in "Stargate - Kommando SG-1" gehörte sie zum Cast: Die religiöse Führerin Adria war ihr erster böser Charakter.

Nun also "V - Die Besucher". Doch wurde die Serie bereits nach der zweiten Staffel wieder abgesetzt. Für Morena Baccarin allerdings kein Grund, zu trauern: Ab sofort spielt sie in der US-Serie "Homeland" die Frau eines Soldaten, der acht Jahre lang im Irak verschollen war und endlich wieder nach Hause zurückkehrt. In den USA startet das von den "24"-Machern verantwortete Format Anfang Oktober, ob es auch irgendwann nach Deutschland kommt, ist noch ungewiss.

"Es ist schön, wieder menschlich zu sein und Emotionen zu zeigen", verrät Morena im Gespräch mit der US-Show "Access Hollywood" über die neue Rolle. Schön ist es wahrscheinlich auch, dass sie in "Homeland" an der Seite ihrer ehemaligen Schulkameradin Claire Danes ("William Shakespeares Romeo + Julia") spielt. Morena erinnert sich: "Claire hatte damals orangefarbene oder pinke Haare. Wir verstanden uns gut, vor allem, als wir herausfanden, dass uns mal der selbe Junge geärgert hat."

Ein weiterer positiver Aspekt, den die Dreharbeiten zu "Homeland" mit sich bringen: Morena kann sich wieder ihre Haare wachsen lassen. Einst ließ sie sich die dunklen Locken nach einem Foto der Nouvelle-Vague-Ikone Jean Seberg ("Außer Atem", "Bonjour Tristesse") raspelkurz schneiden. Eine im wahrsten Sinne des Wortes einschneidende Erfahrung: "Das war wirklich furchtbar", erinnert sich Morena in einem Interview. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich das machen könnte, und hatte Angst, dass ich wie ein Junge aussehen würde." Doch "Augen zu und durch" lautete das Motto - und es sieht großartig aus.

Dadurch - und auch wegen ihrer feinen Gesichtszüge und den dunklen Rehaugen - wirkt Morena Baccarin wie eine moderne Audrey Hepburn. Als Vorbild nennt die Schauspielerin allerdings eine andere: Meryl Streep. "Es wäre großartig, wenn ich genauso eine Karriere wie sie haben könnte. Aber ich glaube, das wird nicht mehr klappen." Genau genommen muss es das auch nicht, denn ihre wichtigste Rolle hat Morena ja bereits hinter sich: Jesus.

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