Streaminganbieter Netflix testet Teilen von Abos gegen Aufpreis in drei Ländern

Einer bezahlt das Netflix-Abo, viele nutzen es – und zwar kostenlos. Das ist zwar nicht erlaubt, aber trotzdem gängige Praxis. Netflix startet nun einen Testlauf, der das Abo-Sharing
18.03.2022, 10:42
Lesedauer: 1 Min
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Von jp

"Kannst du mir bitte noch einmal dein Netflix-Passwort schicken?" Diese Frage kommt in Deutschland wohl nicht selten vor. Mehrere Haushalte teilen sich einen Netflix-Zugang, aber nur einer bezahlt. Das ist laut den allgemeinen Geschäftsbedingungen des Streaminganbieters zwar nicht erlaubt, passiert aber trotzdem. 

Nun will Netflix das Teilen von Nutzerkonten über einen Haushalt hinaus offenbar neu regeln. In einem Testlauf bietet das Unternehmen in drei Ländern das Abo-Sharing gegen Aufpreis an. Das teilt der Streaminganbieter auf seinem Unternehmensblog mit. Denn das populäre Teilen von Konten habe schließlich negative Auswirkungen darauf, in welcher Weise Netflix in neue Filme und Serien investieren könne, heißt es dort.

Bei dem Test können auf legalem Wege mehrere Nutzer einen Zugang nutzen. Wer in Chile, Costa Rica oder Peru lebt, der kann in den nächsten Wochen zwei neue Funktionen ausprobieren:

  • Nutzer hinzufügen: Wer ein Standard- oder Premium-Abo hat, der kann bis zu zwei weitere Nutzer jenseits des eigenen Haushalts hinzufügen. Diese Zugänge haben jeweils einen eigenen Login und ein eigenes Passwort sowie personalisierte Empfehlungen. Die Kosten dafür liegen in Chile und Costa Rica bei umgerechnet etwa 2,70 Euro, in Peru bei rund 1,90 Euro.
  • Profil in einen neuen Zugang oder neues Abo übertragen: Aus einem Basis-, Standard- oder Premium-Abo kann ein Profil in ein eigenständiges neues Abo oder in einen zusätzlichen Nutzer eines weiteren Haushaltes eines bestehenden Abos gewandelt werden. Auch dabei bleiben die Historie, Listen und die Empfehlungen bestehen.

Wann und ob die Funktionen in anderen Ländern verfügbar gemacht werden sollen, schreibt Netflix nicht, genauso wenig wie Infos zu den technischen Details des Testlaufs. Das Unternehmen will zunächst die Ergebnisse des Tests abwarten, bevor die Funktionen in anderen Ländern der Welt verfügbar sein sollen.

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