"Men in Black", "Walpurgisnacht", "Die Anden - Natur am Limit" Sci-Fi-Kult mit Will Smith und Gothic-Grusel aus der DDR: Die TV-Tipps für Fußball-Muffel

Keine Lust auf Fußball aus Katar zur Primetime? Wir empfehlen pro WM-Turnierabend drei lohnende Alternativprogramme für WM-Muffel. Am Donnerstag mit dem Sci-Fi-Kultfilm "Men in Black", einem atmosphärischen Gothic-Grusel-Krimi aus der DDR und einer bildgewaltigen Naturdoku über die Anden.
24.11.2022, 07:30
Lesedauer: 2 Min
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Von teleschau

Im ZDF kicken am Donnerstag, 24. November, um 20 Uhr, Brasilien gegen Serbien. Wem das schnuppe ist, der findet bei VOX, 3sat und ARTE drei durchaus lohenende Alternativen für die Primetime-Unterhaltung.

"Men in Black" (VOX, 20.15 Uhr)

Also doch: Sie sind unter uns. Nach einer Verfolgungsjagd mit einem übernatürlich schnellen Gangster erfährt ein junger Polizist (Will Smith), dass Aliens auf der Erde leben. Unter Anleitung des erfahrenen Agenten K (Tommy Lee Jones) wird er zum Spezialagenten der Alienbehörde ausgebildet - und muss gleich die Welt retten. Regisseur Barry Sonnenfeld stellte sein Gespür für intelligente Situationskomik in seiner Karriere mehrfach unter Beweis. Doch "Men in Black" (VOX, 20.15 Uhr) wurde sein Meisterstück: Die gleichnamige Sondereinheit sorgt dafür, dass sich die extraterrestrischen Besucher in ihrem Exil ordentlich benehmen - was einen gewissen Erfolg mit einschließen darf. Der ausbildende Agent K erklärt seinem neuen Partner J, dass beispielsweise Steven Spielberg ein Alien ist. Michael Jackson sowieso. Elvis war einer, ist aber wieder nach Hause gegangen. Nach einer Weile, in der die absonderlichsten Gestalten und Erfindungen vorgeführt werden, kommen die beiden Agenten nicht umhin, eine wahnwitzige Mission erfüllen zu müssen. Sie sollen eine intergalaktische Kakerlake zur Strecke bringen, die in den Besitz der ganzen Galaxie kommen und so den universellen Frieden zerstören will. Das geht natürlich nicht ohne spritzige Dialoge und hervorragende Special-Effects. Direkt im Anschluss (um 22.15 Uhr) zeigt VOX auch noch die Fortsetzung "Men in Black II".

"Walpurgisnacht - Die Mädchen und der Tod" (3sat, 20.15 Uhr)

Eine Touristin aus Westdeutschland stürzt 1988 von einer Klippe im Ostharz. Obwohl die Vorgesetzten des Polizisten Karl Albers (Ronald Zehrfeld) die Tote gern unter der Rubrik "Unfall" ablegen würden, kreuzt der Ermittler in den Unterlagen als Todesursache "ungeklärt" an. Dadurch müssen die Westbehörden informiert werden. Aus Wiesbaden reist LKA-Ermittlerin Nadja Paulitz (Silke Bodenbender) an, mit der Karl und sein Vorgesetzter, Hauptmann Wieditz (Jörg Schüttauf), zusammenarbeiten müssen. Schon bald geschieht ein weiterer Mord an einer jungen, attraktiven Frau. Der unbekannte Täter weist offenbar psychopathische Züge auf. Er trennt den Toten Zehen ab und dekoriert die Leichen mit Hexenbesen. Kreisleiter Egon Pölz (Godehard Giese), ein einflussreicher Mann, versucht den Verdacht von seinem Sohn Ronny (Theo Trebs) zu lenken. Stattdessen soll Jörg Spengler (Adam Venhaus), ein zurückgeblieben wirkenden Außenseiter, in den Mittelpunkt der Ermittlungen rücken. Interessant am Zweiteiler "Walpurgisnacht - Die Mädchen und der Tod" (2019), den 3sat um 20.15 Uhr an einem Stück wiederholt, ist die Kombination dreier Genres, die so selten zusammenkommen. Das atmosphärische TV-Stück, vereint Krimi, Zeitgeschichte und knallharten Gothic-Grusel vor grau-provinzieller DDR-Kulisse.

"Die Anden - Natur am Limit" (ARTE, 20.15 Uhr)

In der 90-minütigen Naturdokumentation "Die Anden - Natur am Limit" (ARTE, 20.15 Uhr) aus dem Jahr 2019 porträtiert Christian Baumeister die längste Bergkette der Welt. Los geht's im Norden mit "Schneeberge am Äquator". Der eindrucksvolle Film entführt die Zuschauerinnen und Zuschauer in eine Welt aus gewaltigen Gletschern, hochgefährlichen, weil immer noch sehr aktiven Vulkanen, feucht-kalten Nebelwäldern und trockenen Hochebenen. Dabei lernt man unter anderem viele der mehr als 130 Kolibriarten der Bergregenwälder in Ecuador kennen, wo auch mit den Wollaffen besonders bedrohte Baumbewohner leben. Besonders spektakulär sind die Aufnahmen von den Panoramaflügen des Kondors - er ist der König der Anden. Später geht es von den eisigen Hänge des Aconcagua weit hinab in die patagonischen Steppe.

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