Foo und ich Tanja Wenzel spielt in der "Schillerstraße" (freitags, 20.15 Uhr) und in "Anna und die Liebe" (werktags, 18.25 Uhr, beide SAT.1)

Ein "Biest" mit Humor: Telenovela-Star Tanja Wenzel gibt ihren Einstand bei der Impro-Comedy "Schillerstraße".
08.01.2010, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ute Nardenbach

Ein "Biest" mit Humor: Telenovela-Star Tanja Wenzel gibt ihren Einstand bei der Impro-Comedy "Schillerstraße".

"Du bist ja eigentlich ganz nett!" Diese Worte der Verwunderung hört Tanja Wenzel öfter. Die 31-Jährige verkörpert in der SAT.1-Telenovela "Anna und die Liebe" (werktags, 18.25 Uhr) ein blondes Gift, vor dem auch das Publikum auf der Straße Respekt zu haben scheint. "Viele trauen sich nicht, mich anzusprechen, seit ich eine Böse spiele", verrät sie. Dabei ist es durchaus erfrischend, mit der quirligen Schauspielerin ("Vollidiot", "Der Wixxer", "Wo ist Fred?") zu plaudern. Tanja, die auf dem Bildschirm so unnahbar und eiskalt erscheint, berlinert fröhlich drauf los und erzählt frei von der Leber weg. Dass sie richtig Humor hat, beweist sie demnächst auch auf dem Bildschirm: In der "Schillerstraße" (freitags, 20.15 Uhr; erster Auftritt: 15.01.) gibt die Schönheit die Ex von Hauptmieter Jürgen Vogel.

"Das war ein wahnsinniges Kontrastprogramm zu meiner Rolle in 'Anna und die Liebe", erinnert sich Tanja Wenzel begeistert. In Telenovelas sei alles schließlich viel starrer, man sei sehr stark an den Text gebunden. In der Impro-Show "Schillerstraße" konnte sich der Comedy-Fan mal so richtig ausleben.

Doch vorher schlotterten der TV- und Film-Schauspielerin ganz schön die Knie, stand sie doch noch nie zuvor auf einer Bühne: "Das war das Aufregendste, was ich je gemacht habe. Da halfen mir auch nicht die hunderte von Drehtagen, die ich schon hatte. Auf der Bühne erlebte ich schließlich einen unglaublichen Adrenalinrausch. Ich fühlte mich wie gedopt und total happy." Hier konnte sie auch endlich mal berlinern. "Gerade reiße ich mich ja noch zusammen", lacht sie über ihren Dialekt. "Privat ist es schlimmer."

Tanja Wenzel, die nicht nur ihre Fans im vergangenen September mit Nacktfotos im Playboy beglückte, freut sich darüber, sich in der "Schillerstraße" dem TV-Publikum auch mal von einer gänzlich anderen Seite präsentieren zu können. Denn eine oberflächliche Klischee-Blondine ist sie wirklich nicht. Die 31-Jährige hat nicht nur Humor, sondern auch einiges auf dem Kasten. Dir Einser-Abiturientin begann 2007 ein Psychologie-Studium an der FU Berlin. "Die Seele erforschen zu wollen, ist nicht so weit vom Schauspielberuf entfernt. Ich wollte herausfinden, wie ich mich von Emotionen bei der Arbeit distanzieren kann. Ich gehöre nicht zu den Schauspielern, die immer das Bedürfnis haben, all die Tiefen der Rolle selbst zu erspüren. Es reicht, wenn der Zuschauer mitfühlt."

Derzeit liegt das Bachelor-Studium allerdings auf Eis. Tanja war es sowieso zu verschult - und zu "unlustig". Einige potenzielle Jobs musste sie für die Uni absagen. Und als nach zwei Jahren das Angebot für "Anna und die Liebe" kam, hatte sie einfach wieder "Bock" zu drehen. Probleme wegen ihres Berufs gab's an der Uni allerdings nicht: "Die Profs haben mich zum Glück nicht erkannt. Und daher wurde ich auch genauso behandelt wie alle anderen - genauso mies muss man sagen."

Als Diva spielt sie sich ohnehin nicht auf. "Ich bin ja schließlich keine Angelina Jolie!" Nach Drehschluss mag es die Ex-"Verbotene Liebe"-Darstellerin, die mit 15 bei einem Model-Wettbewerb entdeckt wurde, auch gerne mal lässig und sportlich. Zum Beispiel wenn sie durch Berlin radelt, wo sie im Stadtteil Zehlendorf lebt, sie sich dem "Extrem-Couching" hingibt oder mit ihrem Silver-Labrador-Welpen Foo ("wie die Foo Fighters", sechs Monate alt) im Schnee herumtollt - wie im Anschluss an das Gespräch.

An Kinder denkt die überglückliche Hundemutti derzeit noch nicht. Foo und ihr neuer Freund ("auch aus der Branche, aber kein Schauspieler") sind ihr im Moment Familie genug. "Ich will irgendwann schon Kinder haben, aber dann muss auch wirklich alles drumherum passen. Ein Kind braucht einen sicheren Hafen und eine Familie. Da bin ich altmodisch."

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