Münchner Tatort "Am Ende des Flurs" Wenn Einsamkeit zerstört

Bremen. Der Münchner Tatort „Am Ende des Flurs“ ist spannend, überraschend, eindrücklich und bringt interessante Charaktere auf den Bildschirm: Ein richtig guter Krimi eben.
03.05.2014, 13:40
Lesedauer: 1 Min
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Wenn Einsamkeit zerstört
Von Birgit Bruns

Der Münchner Tatort „Am Ende des Flurs“ ist spannend, überraschend, eindrücklich und bringt interessante Charaktere auf den Bildschirm: Ein richtig guter Krimi eben.

Im Hof eines Hochhaus-Komplexes finden Nachbarn die Leiche der 35-jährigen Lisa Brenner. Die hübsche Prostituierte ist vom Balkon gefallen. War es Selbstmord oder hat jemand nachgeholfen? Viele kannten die Tote, doch keiner stand ihr wirklich nah. Welches Geheimnis verbirgt der rätselhafte Rentner Harry Riedeck, der für die Tote zweimal die Woche eingekauft hat, aber sonst angeblich nichts mit ihr zu tun hatte?

Und was ist mit dem gescheiterten Hockey-Star Hansen, der auch nur die kleinste Form von Ablehnung nicht ertragen kann? Irgendwie haben alle Bekannten der Toten einen Knacks – und sind einsam, extrem einsam.

Diese zerstörerische Einsamkeit macht auch vor den Kommissaren nicht Halt. Bisher konnte sich das dienstälteste Tatort-Duo Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) stets aufeinander verlassen. Doch in diesem Fall ist alles anders. Die bedrückende Atmosphäre der Mietskaserne legt sie wie ein Mantel um die Kommissare und zieht auch den Zuschauer mit. Fragen tauchen auf: Wie wäre es wohl, in so einem Haus leben zu müssen? Keinen zu haben, der einen versteht? Würde man dann auch so seltsam werden wie Rentner Riedeck in seinem Wohnzimmer voller Kruzifixe und Marien-Statuen?

Regie, Kameraführung, schauspielerische Leistung und die Story – alles passt zusammen. Vielversprechende neue Ermittlerfiguren und ein überraschendes Ende gibt es auch: Ein wirklich gelungener Tatort.

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