Das Tal der geheimen Gräber - Mo. 26.04. - ZDF: 22.15 Uhr „Das Tal der geheimen Gräber“

Zu Hause im Nebel

Zum dritten Mal ermittelt Inspektora Salazar im nebligen Baztán-Tal. Die düstere Trilogie aus dem Baskenland, die ihre Hauptdarstellerin in Spanien zum Star machte, findet nun ihr Ende.
21.04.2021, 18:00
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Von Christopher Schmitt
Zu Hause im Nebel

Teil drei der Baztán-Trilogie führt Kommissarin Amaia Salazar (Marta Etura) und ihren Kollegen Jonan Etxaide (Carlos Librado 'Nene') wieder ins Umfeld der baskischen Mythen und Sagen.

ZDF / Michael Oats

Im Baskenland ticken die Uhren anders als im Rest Spaniens. Das ist kein großes Geheimnis, macht die weitgehend autonome Region im Nordosten der Iberischen Halbinsel aber zu einem veritablen Schauplatz für Krimithriller. Mit Dolores Redondo erkannte dies auch eine der renommiertesten Schriftstellerinnen Spaniens - und schuf die sogenannte Baztán-Trilogie. Nachdem das ZDF mit „Das Tal der toten Mädchen“ sowie „Das Tal der vergessenen Kinder“ zwei weitere Romanverfilmungen im Rahmen seiner Montagskino-Reihe zeigte, folgt nun abschließend Teil drei der spanisch-deutschen Koproduktion: Wie bei den Vorgängern waren auch an „Das Tal der geheimen Gräber“ (2018) ARTE und das ZDF beteiligt - und wie bei den Vorgängern geht es in der Free-TV-Premiere düster und mystisch zu im nebligen Baztán?Tal.

Mit Fernando González Molina machte sich zum dritten Mal einer der renommiertesten Regisseure Spaniens ans Werk, um einen Fall der jungen Kommissarin Amaia Salazar (Marta Etura) zu verfilmen. Erneut zieht es sie zurück in die Umgebung ihres Heimatstädtchens Elizondo. Die Inspektora überführt einen Kindsvater (Iñigo de la Iglesia) des Mordes an seinem eigenen Baby - es wurde im Schlaf erstickt. Doch das ist erst der Anfang: Weitere rätselhafte Kindsmorde rücken ebenso in den Fokus der Ermittlungen wie eine sektenähnliche Kommune. Gleichzeitig muss sich Amaia mit dem Verschwinden der eigenen Mutter auseinandersetzen, die psychisch Kranke trachtete ihrem eigenen Enkelkind nach dem Leben.

Marta Eturas Durchbruch

Für Hauptdarstellerin Marta Etura wurde die Thriller-Reihe zu einem Sprungbrett. Die große Karriere hat sich die brünette Baskin mit ihrer Performance auch redlich verdient. Schließlich gelingt es der heute 42-Jährigen, ihre Rolle in allen Facetten glaubwürdig zu interpretieren. Dabei handelt es sich bei Inspektora Salazar um einen ambivalenten Charakter. Einerseits ist sie eine starke Frau und taffe Ermittlerin, die sich an okkulten Riten und unberechenbaren Sekten-Mitgliedern abarbeitet. Andererseits ist die Ehefrau und Mutter durch ihre Familie verletzlich und angreifbar.

„Das Tal der geheimen Gräber“ beruht auf dem Roman „Der nächtliche Besucher“. Nachdem Autorin Dolores Redondo das Baskenland samt seiner eigenwilligen Bevölkerung und mythenumrankten Nebeltäler literarisch in packenden Krimis verpackte, widmete sich die Spanierin 2016 einer weiteren Küstenregion, die in ihrem Heimatland aus dem Rahmen fällt: Galizien.

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