#imzugpassiert Frauen twittern Belästigungen in der Bahn

#imzugpassiert wird aktuell als nächster großer Feminismus-Hashtag nach #aufschrei (2013) gehandelt. Unter dem Stichwort berichten Frauen von Belästigungen und ähnlichem, was sie in Zügen erlebt haben.
30.03.2016, 08:19
Lesedauer: 4 Min
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Frauen twittern Belästigungen in der Bahn
Von Alexandra Knief

#imzugpassiert wird aktuell als nächster großer Feminismus-Hashtag nach #aufschrei (2013) gehandelt. Unter dem Stichwort berichten Frauen von Belästigungen und ähnlichem, was sie in Zügen erlebt haben.

Ins Leben gerufen hat ihn die Kunststudentin Anna Lena Bankel aus München: "Überall Platz, alles leer, spät nachts - Mann setzt sich ausgerechnet neben mich auf 2er Sitz", schreibt sie und ruft andere Frauen dazu auf, zu berichten, was ihnen #imzugpassiert ist. Innerhalb weniger Stunden wird der Hashtag zum Trend und sorgt für ein riesiges Medienecho.

Die Erlebnisse, die Frauen unter dem Hashtag schildern, reichen von unangenehmen Blicken, über Beleidigungen bis hin zu sexuellen Übergriffen.

Ein Grund für den Hashtag war eine Ankündigung der Mitteldeutschen Regiobahn, Frauenabteile einzurichten, um das Sicherheitsgefühl der weiblichen Fahrgäste zu stärken. Auch dieses Thema sorgte bei Twitter unter #imzugpassiert für wilde Debatten.

Nicht nur Frauen, auch viele Männer melden sich bei Twitter zu Wort. Die Reaktionen reichen von Solidarität und Unverständnis bis hin zum absoluten Gegenteil.

Die Tweet-Autorin selbst sagte in einem Interview mit dem Spiegel Online Jugendportal Bento, dass sie mit ihrem Hashtag genau das erreichen wollte, was nun passiert ist: sie wollte eine Debatte auslösen. Außerdem betont sie, dass es ihr nicht nur darum ging, auf strafbare sexuelle Belästigung hinzuweisen, sondern auch auf die unangenehmen "kleinen Dinge", mit denen viele Frauen im Alltag umgehen müssen.

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