TATORT Freunde bis in den Tod

Bremen. Ein hochbegabter Schüler, der erschossen in der Einöde gefunden wird – der neue SWR-Tatort „Freunde bis in den Tod“ startet vielversprechend.
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Freunde bis in den Tod
Von Birgit Bruns

Bremen. Ein hochbegabter Schüler, der erschossen in der Einöde gefunden wird – der neue SWR-Tatort „Freunde bis in den Tod“ startet vielversprechend. Besonders spannend: Der Tote hatte offenbar einen Amoklauf an seiner Schule geplant. Ein interessanter Dreh für einen Krimi. Aber leider macht der Tatort nichts draus.

Kaum haben die Kommissare Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe) herausgefunden, dass der ermordete Ron offenbar wahllos Mitschüler und Lehrer töten wollte, kann der Zuschauer eigentlich abschalten. Der Krimi ist nach einer guten halben Stunde komplett erzählt. Was dann noch kommt, ist einfach nur langweilig. Das liegt nicht an den Schauspielern, die durchweg eine gute Leistung zeigen, sondern an Drehbuch (Harald Göckeritz) und Regie (Nicolai Rohde). Es passiert einfach nichts. Die Kommissare ermitteln völlig unaufgeregt vor sich hin, vieles bleibt an der Oberfläche.Es scheint, als scheue sich das Drehbuch, die Charaktere richtig auszuerzählen. Schade, denn das ist normalerweise die Stärke von Krimis, die sich um Jugendliche drehen.

So kommt es am Ende natürlich so, wie es der Zuschauer schon nach einer halben Stunde vermutet hat: Manu will das Werk seines Freundes fortsetzen. Er steht im Tarnanzug und mit Knarre und jeder Menge Munition vor der Schule. Natürlich kommt Lena Odenthal im letzten Moment angesaust und verhindert Schlimmeres. Ach ja, der Mörder von Ron ist übrigens ein Hehler, der ihm ein Gewehr verkauft hat. Ron wollte noch mehr Patronen, sie dann aber nicht bezahlen. Deswegen musste er sterben. Total glaubwürdig, oder?

Birgit Bruns

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+