Sprengel-Museum will Material des russischen Avantgarde-Künstlers systematisch aufarbeiten

Hannover bekommt Nachlass von El Lissitzky

Hannover (wk). Der private Nachlass des russischen Avantgarde-Künstlers El Lissitzky (1890-1941) und seiner Frau Sophie Lissitzky-Küppers (1891-1978) geht an das Sprengel-Museum Hannover. Dabei handelt es sich um Hunderte Fotografien, Briefe, Manuskripte, aber auch Collagen und Zeichnungen.
12.10.2013, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von WESER-KURIER

Der private Nachlass des russischen Avantgarde-Künstlers El Lissitzky (1890-1941) und seiner Frau Sophie Lissitzky-Küppers (1891-1978) geht an das Sprengel-Museum Hannover. Dabei handelt es sich um Hunderte Fotografien, Briefe, Manuskripte, aber auch Collagen und Zeichnungen. Die Dokumente sollen jetzt systematisch erfasst und wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Es sei viel neues Material dabei, sagte Museumsdirektor Ulrich Krempel gestern. Der Sohn des Paares, Jen Lissitzky, sieht den Nachlass seiner Eltern im Sprengel-Museum gut aufgehoben. „Mein Vater und meine Mutter haben sich in Hannover getroffen. Diese Liebe fing hier an“, sagte der 83-Jährige.

Die Sammlerin Sophie Lissitzky-Küppers hatte vor ihrer Emigration nach Russland 1927 Kunstwerke – etwa von Paul Klee und Wassily Kandinsky – dem Provinzialmuseum Hannover als Leihgaben überlassen. 13 Gemälde wurden von den Nazis als „Entartete Kunst“ beschlagnahmt.

Nach dem Tod von EL Lissitzky verbannte das Stalin-Regime die Ehefrau mit dem Kind nach Sibirien. Jen Lissitzky konnte sich erst 1989 auf die Suche nach den geraubten Gemälden machen, die heute einen Millionenwert haben.

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