Jochen Oentrich konnte mit seinen Arabischen Trommeltauben bereits Erfolge feiern

„Ich war sofort fasziniert“

Syke-Wachendorf. Bei Jochen Oentrich geht es im wahrsten Sinne des Wortes zu wie im Taubenschlag. Über den Köpfen sausen Brieftauben, Schwalben sowie normale Tauben durch Lüfte über dem Wachendorfer Bauernhaus.
01.07.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Dominik Albrecht

Syke-Wachendorf. Bei Jochen Oentrich geht es im wahrsten Sinne des Wortes zu wie im Taubenschlag. Über den Köpfen sausen Brieftauben, Schwalben sowie normale Tauben durch Lüfte über dem Wachendorfer Bauernhaus. In einer kleinen Hütte weiter hinten geht es deutlich ruhiger zu. Hier haben es sich seine Arabischen Trommeltauben gemütlich gemacht. 2012 hat der Metal-Fan und Motorradfahrer sein erstes Zuchtpaar aus Ahrensburg geholt. Heute sind es 32 Tauben.

Ganz gleich ob Schwalben, Tauben, Hühner oder Enten: Vögel haben Jochen Oentrich schon immer interessiert. „Mein Opa ist immer mit mir losgefahren und hat mir Tauben geholt“, beschreibt der Wachendorfer. So kam der damals Achtjährige 1972 an seine ersten Tauben. Vor neun Jahren habe er dann bei der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover das erste Mal Arabische Trommeltauben gesehen. „Ich war sofort fasziniert von den Tieren, sie stachen sofort heraus“, erklärt er.

2012 machte sich Jochen Oentrich dann auf den Weg nach Ahrensburg, wo er sein erstes Zuchtpaar erwarb. „Im darauf folgenden Jahr habe ich mir von noch zwei Züchtern Tiere geholt, damit ich fremdes Blut habe“, führt er weiter aus. Damit sollen Inzucht verhindert und kräftige Tauben ermöglicht werden.

Später trat Jochen Oentrich dem Geflügelzüchterverein Bruchhausen-Vilsen bei und bereitete sich unter anderem auf seine erste Ausstellung vor. Acht seiner Arabischen Trommeltauben nahmen 2015 bei der Rassengeflügelschau teil – mit guten Erfolgen. „Mit einem Weibchen habe ich 97 Punkte erreicht. Das ist die Höchstpunktzahl“, so der stolze Tauben-Besitzer. Gerade als Anfänger sei das ein toller und überraschender Erfolg. „Das ist, als wenn du beim Fußball eingewechselt wirst und sofort ein Tor schießt“, freute er sich über seinen Glückstreffer, wie er es nennt.

In diesem Jahr ist Oentrich dem Sonderverein Züchter für Arabische Trommeltauben beigetreten, welcher im vergangenen Jahr mit 17 Beitritten auf 102 Mitglieder gewachsen ist. „Das Internet macht es heutzutage einfacher, an die Rasse heranzukommen und auch durch den Verein stets ein Austausch“, so Oentrich. Zu den „Mode-Tauben“ zähle die Arabische Trommeltaube dennoch auf keinen Fall.

Zu den charakteristischen Eigenheiten der Arabischen Trommeltaube – die übrigens gut und gerne 20 Jahre alt werden kann – zählen unter anderem ihr ruhiges Gemüt. „Außerdem haben sie als einzige Rasse ein Gurren, das mehr einem rollenden Lachen ähnelt“, beschriebt Jochen Oentrich seine Vögel, die zudem unter dem Schnabel einen ebenfalls charakteristischen Kehl-Lappen haben.

Mit seinen Brieftauben können die Arabischen Trommeltauben aber nicht auf Reisen gehen. Dafür seien sie zu zahm. „Die sind ziemlich leicht von Beutegreifern zu kriegen“, so der Biker. Dann lieber im heimeligen Taubenschlag ein Bad nehmen. Dies tun die weißen Araber sogar freiwillig, um sich sauber zu halten. „Gegen Parasiten im Gefieder gebe ich immer einen Schuss Apfelessig hinzu, aber da hat jeder seine eigenen Tricks“, liefert der Mitarbeiter bei einem Automobilkonzern seinen eigenen.

Obwohl es die Arabische Trommeltaube in über einem Dutzend Farbschlägen gibt und Jochen Oentrich eigentlich metal-getreu Schwarz die Treue hält, hat er sich für weiß entschieden. „Die Tauben werden in einer Voliere gehalten. Wenn in der Voliere weiße Federn liegen, sieht sie immer sauber aus. Bei schwarzen Federn entsteht automatisch der Eindruck, die Voliere ist dreckig“, erklärt der Voraus-Denker.

Darüber hinaus assoziiere er den Begriff Araber immer mit weißen Pferden, darum komme nur Weiß in Betracht. „Auf Ausstellungen lassen sich die weißen Trommeltauben besser präsentieren, und die Zucht ist im Vergleich zu gescheckten Arten einfacher“, schiebt Jochen Oentrich zwei Gründe hinterher.

Seinen Bestand an Arabischen Trommeltauben möchte Jochen Oentrich nicht unbedingt erweitern, der Aufwand sei einfach zu groß, wie er verrät: „Ich möchte maximal 40 Tauben haben, dann ist Ende im Gelände. Je weniger man hat, desto höher ist die Qualität.“

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