Bremer CDU-Fraktion und Gäste sprechen über Kreativenförderung

Ideen für die Kulturlandschaft

Bremen. Gesprächsstoff bietet die Bremer Kultur ohnedies, jetzt ist ihr eine neue Plattform eingeräumt worden. Mit einer Diskussion über die Zukunft der Kulturlandschaft eröffnete die Bremer CDU-Fraktion die Reihe „Bremer Kulturdialog“.
28.09.2013, 00:00
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Ideen für die Kulturlandschaft
Von Kathrin Aldenhoff
Ideen für die Kulturlandschaft

Claas Rohmeyer von der CDU.

, CDU Bremen, honorarfrei

Gesprächsstoff bietet die Bremer Kultur ohnedies, jetzt ist ihr eine neue Plattform eingeräumt worden. Mit einer Diskussion über die Zukunft der Kulturlandschaft eröffnete die Bremer CDU-Fraktion die Reihe „Bremer Kulturdialog“. „Wir wollen einen Diskurs anstoßen, der in der Stadt zu kurz kommt“, sagte Claas Rohmeyer, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Laut Rohmeyer ist die Kulturszene bürgerlich geprägt; viele Institutionen könnten nur durch ehrenamtliches Bürgerengagement arbeiten. „Andererseits gibt es den staatlichen Auftrag, kulturelle Vielfalt zu fördern. Diese Schieflage in Zeiten knapper Kassen in Einklang zu bringen, sei eine Herausforderung, sagte Rohmeyer, und äußerte den Verdacht, dass Bremen, das einst eine ehrgeizige Kulturhauptstadt-Bewerbung formulierte, mittlerweile viele Ansprüche aufgegeben habe.

„Wenn wir gut miteinander reden, sieht die Zukunft positiv aus“, sagte Arie Hartog, Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses, das die Auftaktveranstaltung beherbergte. Das Reden gelinge immer besser; Gespräche würden mittlerweile von verschiedenen Seiten eröffnet. Grundsätzlich wichtig sei für Künstler eine verlässliche Förderung. „In den vergangenen Jahren liefen verschiedene Förderprogramme in der Stadt aus“, kritisierte Hartog. Dieser Einschnitt sei spürbar. „Der freien Szene geht es nicht gut.“ Noch merke das niemand, aber langfristig sei diese Entwicklung nicht gut für die Szene. „In der Kultur arbeiten Leute für viel weniger Geld als in der Wirtschaft.“ Das Geld werde immer weniger. Irgendwann würden die Kreativen deshalb aus Bremen abwandern. Um diese Gefahr abzuwenden, sei es wichtig, jungen Kulturschaffenden Entfaltung zu ermöglichen.

Auch die künstlerische Leiterin des Straßenzirkusfestivals „La Strada“, Gabriele Koch, sieht Chancen für eine positive Entwicklung: „Die Zukunft kann bunt, schön und vielfältig sein, wenn die Kulturszene unterstützt und gefördert wird und sich entfalten darf.“ Es gebe viele gute Kulturförderprogramme und viel Sachverstand in der Politik. „Aber wir gehen schwierigen Zeiten entgegen, und die kann man nur gemeinsam stemmen“, sagte Koch.

Damit Künstler erfolgreich arbeiten könnten, seien unter anderem ergebnisoffene Förderstrukturen unabdingbar. Die Kreativen bräuchten „Rahmenbedingungen, die ihnen Mut erlauben“. Es müsse möglich sein, sich auf einen künstlerischen Weg zu begeben, ohne schon zu Beginn eines Projektes zu wissen, was am Ende herauskomme.

Bis Ende 2014 plant die CDU unter dem Titel „Bremer Kulturdialog“ weitere Veranstaltungen. Unter anderem sollen die Themen Musik, Theater, freie Szene und Stadtteilkultur diskutiert werden.

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