Steptext: Zehn Jahre „Young Artists“

Jubiläum für Jugendtanzprojekt

Bremen (kaa). Mit einer Jubiläumswoche zum 10-jährigen Bestehen des Jugendlabels Young Artists startet das Steptext Dance Project in die neue Saison. „Bei den Young Artists geht es darum, selbst Kunst zu machen“, sagte der künstlerische Leiter von Steptext, Helge Letonja.
26.09.2013, 00:00
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Jubiläum für Jugendtanzprojekt
Von Kathrin Aldenhoff

Mit einer Jubiläumswoche zum 10-jährigen Bestehen des Jugendlabels Young Artists startet das Steptext Dance Project in die neue Saison. „Bei den Young Artists geht es darum, selbst Kunst zu machen“, sagte der künstlerische Leiter von Steptext, Helge Letonja. Jugendliche aus Deutschland und Frankreich werden Ende Oktober das Tanztheaterstück „ATAI“ in der Schwankhalle uraufführen. Die 16 Tänzer probten bereits zehn Tage in Paris, unter anderem in der Metro und auf den Champs Élysées. Während der Jubiläumswoche vom 21. bis 27. Oktober wird es außerdem eine offene Bühne und Workshops geben.

Vom 30. Oktober bis zum 3. November findet das inklusive Tanzfestival „Eigenartig“ statt. Zum dritten Mal bringen Tänzer mit und ohne Behinderung in Bremen ihre Produktionen auf die Bühne. Das Festival ist eine Kooperation mit der Tanzbar Bremen. Es eröffnet mit dem Stück „Artificial things“, das im Theater Bremen zum ersten Mal auf einer deutschen Bühne gezeigt wird. „Der Tanz bietet direkte Zugänge, um Hemmschwellen abzubauen“, sagte Dramaturgin Anke Euler. Öffentliche Workshops und Symposien bieten die Möglichkeit, sich über inklusive Arbeitsmethoden auszutauschen und über verschiedene Wege der Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung zu diskutieren.

Im Herbst kommenden Jahres soll in Bremen das Festival „Africtions – Captured by dance“ stattfinden. In Zusammenarbeit mit dem Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen und verschiedenen Bremer Kulturinstitutionen will Steptext zeitgenössische Tanzkunst aus Afrika nach Deutschland bringen.

„Kooperationen sind für uns enorm wichtig“, sagte Helge Letonja. „Das ist nicht nur der finanziellen Situation geschuldet, sondern es ist die Art und Weise, wie man heute arbeiten und sich vernetzen sollte.“ Letonja appellierte an die Politik, sich weiterhin nachhaltig für die Förderung des Bereichs Tanz in Bremen einzusetzen. Dass der Titel Tanz aus dem Haushalt gestrichen worden sei, bereite ihm große Sorgen. „Viele Projekte haben eine lange Vorlaufszeit“, sagte Letonja. „Dafür brauchen wir Planungssicherheit.“

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