Lions Club Syke ist inzwischen seit 35 Jahren aktiv und hat in dieser Zeit eine halbe Million Euro gesammelt

Karitativ, nicht konspirativ

Syke. Ihr Motto lautet „We serve“, (aus dem Englischen für „wir dienen, wir sind behilflich“), und damit sind die Herren des Lions Club Syke seit nunmehr 35 Jahren aktiv. Mit dieser Devise haben die heute 39 Mitglieder inzwischen insgesamt gut 500 000 Euro Spendengelder sammeln und an viele Projekte, bedürftige Menschen und unterschiedliche Aktivitäten verteilen können.
14.05.2017, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Dagmar Voss

Syke. Ihr Motto lautet „We serve“, (aus dem Englischen für „wir dienen, wir sind behilflich“), und damit sind die Herren des Lions Club Syke seit nunmehr 35 Jahren aktiv. Mit dieser Devise haben die heute 39 Mitglieder inzwischen insgesamt gut 500 000 Euro Spendengelder sammeln und an viele Projekte, bedürftige Menschen und unterschiedliche Aktivitäten verteilen können.

Zu den vielen Aktionen gehört alle zwei Jahre die Organisation eines Benefiz-Golfturniers, das im vergangenen Jahr 11 000 Euro einbrachte. Damit haben sich die Lions am Kühlfahrzeug für die Syker Tafel beteiligt sowie an einem Fahrzeug für die Diakonie in Sachen Flüchtlingsarbeit. Sie unterstützen die Sielmanns Naturranger, eine Jugendorganisation der Heinz Sielmann Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder und Ju­gend­liche für die Wunder der Natur zu begeistern und künftigen Generationen so durch direktes Erleben für den Naturschutz zu gewinnen.

Auch überregional werden sie tätig. So beispielsweise, als Lions in Sachsen bei dem Elbe-Hochwasser vor zehn Jahren zu Hilfe riefen. „Da sind wir natürlich eingesprungen und konnten schnelle Hilfe leisten ohne groß eine Bürokratie zu bemühen,“ so Lions-Pressewart André Gutbrod, Orthopäde und Unfallchirurg in Weyhe. Schließlich würden alle Gewinne aus ihren Aktionen ohne Abzüge weitergeleitet.

Für das erste Syker Entenrennen waren sie quasi Urheber. Mit den gelben Quietsche-Entchen belebten sie gemeinsam mit dem Werbegemeinschaft, der Stadt Syke und vielen Teilnehmern die Hache. Was enormen Spaß für alle Beteiligten brachte – und natürlich auch Geld in die Lions-Spendenkasse.

„Wir sind kein elitärer Altherren-Klüngelverein, sondern ein basisdemokratischer Club mit klaren Grundsätzen, wir agieren karitativ, nicht konspirativ und wir bemühen uns ehrenamtlich um das Gemeinwohl“, erklärt Gutbrod. „Uns ist es wichtig, Spenden zu akquirieren, um Hilfsaktivitäten und unbürokratische Unterstützung leisten zu können.“

Dazu haben sich die weltweit vernetzten Clubs, die in vielen Ländern aktiv sind, selbst verpflichtet. Ihre Grundsätze besagen: „Lions helfen. Ob in Kinder- und Jugendprojekten, bei der Unterstützung Sehbehinderter oder in Ländern der Dritten Welt – Lions engagieren sich ehrenamtlich für Menschen, die Hilfe brauchen. Dabei kümmern sie sich um die Mitmenschen in ihrer Nachbarschaft genauso wie um Notleidende in aller Welt. Neben sozialen Zielen fördern Lions auch kulturelle Projekte und setzen sich für Völkerverständigung, Toleranz, Humanität und Bildung ein.“

Ursprünglich war die Lions-Bewegung in Deutschland eine reine Männersache. Das hat sich geändert, heute gibt es auch viele Damen- und gemischte Clubs, so den Damenclub Syke-Hunte-Weser mit 30 Frauen aus dem Gebiet zwischen Bremen, Delmenhorst und Twistringen.

Sowohl die Damen als auch die Herren haben sich bereit erklärt, ein Forum für die offene Diskussion aller Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu bilden, ohne jedoch politische Fragen parteiisch und religiöse Fragen unduldsam zu behandeln, heißt es. Außerdem wollen sie das freundschaftliche, aufrichtige Miteinander im Alltag pflegen und sind darüber hinaus den Grundsätzen der demokratischen Staatsform verpflichtet.

Im Juni 1982 fand die Charterfeier des acht Monate zuvor gegründeten Lions Club Syke statt, es gab einen offiziellen Empfang der Stadt im Kreismuseum und einen Festball sowie die Übergabe der Charterurkunde. Damit war der Club vollberechtigtes Mitglied der Internationalen Vereinigung der Lions.

Zurück in die Gegenwart – und die nahe Zukunft: Denn die Pläne für das nächste Syker Entenrennen haben die aktiven Herren schon geschmiedet. Als Datum ist der 11. August vorgesehen, vom Erlös soll ein großes Piratenschiff aus Holz als Spielgerät zur Erweiterung des Spielplatzes am Mühlenteich in Syke angeschafft werden.

Um die Summe von wahrscheinlich 20 000 Euro zusammen zu bekommen, müssten viele Lose verkauft werden, deren Nummern zu entsprechenden Enten gehören. Die sollen dann um die Wette schwimmen, von der Brücke am Mühlenteich zur Brücke am Europapark.

Neben den normalen kleinen gelben Gummitieren können auch dieses Mal wieder große Enten mitmachen. Die können für die Sponsorensumme von 250 Euro erworben werden. Man darf sie anschließend bemalen, und auch sie können in einem gesonderten Rennen teilnehmen.

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite des Lions Clubs: www.lions.de/web/lc-syke

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