Moks-Theater setzt Themenakzent

Kinder, Krisen, Konflikte, Kriege

Bremen (wer). Die jüngste Moks-Produktion, „Abzählen“ nach einem Roman der Georgierin Tamta Melaschwili, füge sich trefflich zu dem in der vergangenen Spielzeit begründeten Militärkritik-Fokus des Jungen Theaters Bremen, hieß es unlängst in einer Aufführungsbesprechung dieser Zeitung. Weil Moks-Leiterin Rebecca Hohmann naturgemäß um diese Ballung weiß, haben sie und ihr Team für diesen Monat einen Themenschwerpunkt ausgerufen.
06.10.2014, 00:00
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Kinder, Krisen, Konflikte, Kriege
Von Hendrik Werner

Die jüngste Moks-Produktion, „Abzählen“ nach einem Roman der Georgierin Tamta Melaschwili, füge sich trefflich zu dem in der vergangenen Spielzeit begründeten Militärkritik-Fokus des Jungen Theaters Bremen, hieß es unlängst in einer Aufführungsbesprechung dieser Zeitung. Weil Moks-Leiterin Rebecca Hohmann naturgemäß um diese Ballung weiß, haben sie und ihr Team für diesen Monat einen Themenschwerpunkt ausgerufen.

Schließlich beschäftigen sich gleich drei Inzenierungen mit Auswirkungen des Krieges wie Flucht und Vertreibung sowie der Instabilität politischer Systeme. Neben besagter Romanadaption handelt es sich dabei zum einen um Konradin Kunzes Stück „Weißes Papier“, das auf Eigenrecherchen im Südsudan basiert und die Pressefreiheit auf den Prüfstand hievt. Zum anderen zeigt eine Produktion der Jungen Akteure, Gernot Grünewalds Stück „Kindersoldaten“, jene horrenden Methoden auf, mit denen militärischer Nachwuchs rekrutiert wird.

Schwerpunkt-Ziel sei es, „Jugendlichen eine ergänzende Perspektive zu den tagespolitischen Meldungen von Gaza bis Lampedusa anzubieten“, sagt Moks-Leiterin Hohmann. Dass dieser Akzent ausbaufähig ist, zeigt der November-Spielplan. Dann veranstaltet das Theater Bremen die Reihe „In Transit“, die sich in Diskussionen nebst neuem Partyformat mit Flucht und Migration befasst. Dazu passen zwei Premieren: Mirko Borscht inszeniert Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“ (14. November), Samir Akika „Belleville“ (27. November).

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