Klassische Krimi-Kost ohne echte Höhepunkte

Ihr letzter Tatort im feuchtfröhlichen Revier auf der Münchner „Wiesn“ war ein echter Höhepunkt der Tatort-Reihe. Nun hat die Münchner Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec“ und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) aber der Alltag wieder.
06.12.2015, 00:00
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Klassische Krimi-Kost ohne echte Höhepunkte
Von Uwe Dammann

Ihr letzter Tatort im feuchtfröhlichen Revier auf der Münchner „Wiesn“ war ein echter Höhepunkt der Tatort-Reihe. Nun hat die Münchner Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec“ und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) aber der Alltag wieder. Ihr neuer Fall in der Episode „Einmal wirklich sterben“ am Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD ist eher klassische Tatort-Kost, auch wenn es die Kommissare gleich mit zwei blutigen Familiendramen zu tun haben.

Eher zufällig beim alljährlichen Besuch bei der Mutter eines verstorbenen Kollegen, die trotz Ermahnungen mit Leidenschaft den Polizeifunk abhört, erfahren die Kommissare von der schrecklichen Tat: Eine Frau liegt erschossen in ihrem Haus, ihr neuer Freund Daniel Ruppert ist lebensgefährlich verletzt, ihr getrennt lebender Ehemann und das gemeinsame Kind sind verschwunden. Nur blutige Spuren von Kinderfüßen weisen darauf hin, dass der kleine Quirin Mutter und Ziehvater in ihrem eigenen Blut hat liegen sehen. Als der Junge völlig verstört vor einer Klinik wieder auftaucht, kann er nicht erzählen, was geschehen ist. Er spricht nicht. „Dissoziative Amnesie“, sagt eine Kinderpsychologin. Auch wenn die Kommissare sich alle Mühe geben, den Fall aufzuklären, sind es Rückblenden, die letztendlich erzählen, was sich in der Nacht wirklich zugetragen hat. Das ist nicht gerade einfallsreich, eher konventionell, aber auch nicht schlecht. Leider verliert der Film nach dem vielversprechenden Auftakt an Schwung und Substanz. Stattdessen muss man Batic und Leitmayr dabei zusehen, wie sie im Schneckentempo ermitteln. „Einmal wirklich sterben“ gehört eher in die Kategorie „Durchschnittskrimi“. Uwe Dammann

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