Komik I: Titanic-Bibel

Dass an manchem Urheber dieses schmucken Bandes ein Lautsprecher verloren gegangen ist, zeigt sich schon am reißerischen Untertitel: „Segen, Sünden, Sauereien – der Weltbestseller erstmals unzensiert!“ Und es stimmt ja auch: Die ebenso gewitzte wie blasphemische „Titanic-Bibel“ besteht wie ihr großes Vorbild aus Altem und Neuem Testament (sowie exklusiv für diese Ausgabe einem „Neuesten Testament“). Die eigenwillige Hommage an das Buch der Bücher informiert so drastisch wie plastisch darüber, welchen Geschöpfen der Sprung auf die Arche Noah aus tiermedizinischen Gründen versagt blieb, warum die vormalige protestantische Säulenheilige Margot Käßmann zeitweilig so nah am Alkohol gebaut war – und wie der Schriftsteller Dan Brown das Evangelium revolutioniert hat.
15.09.2013, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste

Dass an manchem Urheber dieses schmucken Bandes ein Lautsprecher verloren gegangen ist, zeigt sich schon am reißerischen Untertitel: „Segen, Sünden, Sauereien – der Weltbestseller erstmals unzensiert!“ Und es stimmt ja auch: Die ebenso gewitzte wie blasphemische „Titanic-Bibel“ besteht wie ihr großes Vorbild aus Altem und Neuem Testament (sowie exklusiv für diese Ausgabe einem „Neuesten Testament“). Die eigenwillige Hommage an das Buch der Bücher informiert so drastisch wie plastisch darüber, welchen Geschöpfen der Sprung auf die Arche Noah aus tiermedizinischen Gründen versagt blieb, warum die vormalige protestantische Säulenheilige Margot Käßmann zeitweilig so nah am Alkohol gebaut war – und wie der Schriftsteller Dan Brown das Evangelium revolutioniert hat. Drall an Pointen, reich an Sendungsbewusstsein, arm an Respekt. (wer)

Leo Fischer u.a. (Hg.): Die Titanic-Bibel. Rowohlt, Berlin. 320 Seiten, 25 .

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+