Temporäres Gruppen-Forum für die Künstlerhäuser Worpswede vor den Pferdeweiden ist nun eröffnet Künstleratelier auf Zeit

Worpswede. Kürzlich wurde das Gruppen-Forum für den Verein Künstlerhäuser Worpswede mit vielen Vertretern der Sponsoren feierlich eröffnet. Als Hauptsponsor tritt hier die VR-Stiftung der Volkasbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und die Volksbank Worpswede auf.
18.09.2016, 00:00
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Worpswede. Kürzlich wurde das Gruppen-Forum für den Verein Künstlerhäuser Worpswede mit vielen Vertretern der Sponsoren feierlich eröffnet. Als Hauptsponsor tritt hier die VR-Stiftung der Volkasbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und die Volksbank Worpswede auf. Harald Lesch war anwesend und hat neben Bürgermeister Stefan Schwenke und Thomas Haiss, Vorstand der Künstlerhäuser Worpswede, gesprochen. Im ganzen waren etwa 60 Menschen anwesend. Das Projekt wird durch die VR-Stiftung und die Volksbank mit zusammen 27 500 Euro gefördert. Ein für Worpswede ungewöhnlich hohem Förderbetrag.

In Ergänzung zu der bestehenden Atelier-Architektur der Martin-Kausche-Ateliers wurde seit dem 22. August dieses Jahres der Bau eines temporären Gruppen-Forums begonnen, das bis zu 20 Künstlern optimale räumliche Arbeitsbedingungen zum Entwickeln gemeinsamer Projekte bereitstellt. Eine Architektur, die sich den unterschiedlichen Anforderungen des Programms der Künstlerhäuser Worpswede von 2016 bis 2018 anpassen kann. Für die Ermittlung dieser Struktur arbeiteten die Künstlerhäuser Worpswede mit dem Berliner Architekten Alexander Römer und dem von ihm gegründeten Kollektiv „constructLab“ zusammen. „constructLab“ hat hierfür in den letzten Jahren eine Vielzahl an Referenzprojekten verwirklicht. Parallel werden an der Universität der Künste (UdK) Berlin bei Professor Norbert Palz vom Studiengang Architektur mit dem Fachgebiet Digitales und Experimentelles Entwerfen Planungsentwürfe für eine endgültige bauliche Lösung entworfen.

Der Bau, großzügig fnanziert von der VR-Stiftung der Volksbanken und Raifeisenbanken in Norddeutschland, wurde im Planungsentwurf in Leichtbausweise geplant. Dass es jetzt gelungen ist das Gebäude tatsächlich zu errichten, ist nur einer Allianz und grossartigen Unterstützung vieler Beteiligter zu verdanken: die 15 freiwilligen Aufbauhelfer aus vielen Ländern, die einem Aufruf gefolgt sind und mit „constuctLab“ in 14 Tagen das Gebäude abgerichtet und aufgerichtet haben, die lokalen Architekten Wolfgang Schöttle und Wolfram Baltin, der Statiker Karl Rupprecht, die für wenig bis garkein Geld geplant und den Bau begleitet haben, die Gemeinde Worpswede und ihr Bürgermeister Schwenke, die das Projekt von Anfang an unterstützten, die Baubehörde in Osterholz, die dieses auch für sie nicht alltägliche Projekt in dem ehrgeizigen Zeitplan planungstechnisch realisieren half, die Firmen Stehnke, Karl Meisel, von Saldern und Liebig, die das Fundament spendeten, die Firma Weyerdeelen, welche die Erdarbeiten übernommen hat, die Zimmerei Kahrs und das Sägewerk Holtmeyer, die großzügig Preisnachlass gewährten, die Zimmerei Wasser und Behrens für ihre Materialspende, der benachbarte Milchbauer Wendelken, der immer wieder mit seinen Maschinen aushalf, die Mosterei Fabelsaft und der Edeka-Markt in Worpswede für ihre Lebensmittelspenden bis zu den Nachbarn, die Kuchen vorbeibrachten. Nur durch die überwältigende Hilfsbereitschaft konnte diese erste Bauphase der Künstlerhäuser Worpswede seit über 40 Jahren nun verwirklicht werden.

Das Gruppen-Forum steht jetzt bereit zur Nutzung. Noch auf verdichtetem Mineralgemisch-Boden, mit Folienwänden und einer provisorischen Heizlösung für Zirkuszelte, zeigt es durch seine beindruckende Holzkonstruktion nun schon seine Potentiale für die kommenden Monate: Eröffnung des temporären Gebäudes für die Öfentlichkeit ist am heutigen Sonntag, 18. September, um 16 Uhr mit einer Ausstellung der berliner Fotokünstlerin Simone Gilges im Rahmen des Fotofestivals RAW.

Es folgt ein mehrtägiger Workshop mit Kindern der Grundschule Worpswede, sowie die internationale Fachkonferenz „Worpsweder Spekulationen II“ vom 28. bis 30. Oktober in diesem Forum und in der Bötjerschen Scheune sowie eine erste Vermietung an ein Seminar der Hochschule für Künste Bremen im Januar 2017. Die Möglichkeiten der Nutzung dieses imposanten Baus mit Ausblick auf das Teufelsmoor, sind bereits jetzt belegt. Die Künstlerhäuser Worpswede haben in den letzten drei Jahren eine Phase der Aktualisierung ihres Förderprofils durchlaufen. Dabei wurde unter vielen unterschiedlichen Projektformaten ein zusätzlicher räumlicher Bedarf ermittelt, der nun in diesem neuen Gruppenforum seine erste Entsprechung fndet. Ziel ist ein neuer programmatischer Produktionsort für aktuelle Künste in Worpswede – weil Künstler einen solchen Ort brauchen und weil die ehemalige Künstlerkolonie Worpswede die Künstler braucht und kein Museumsdorf werden darf.

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