Buchkritik: "Der Gesang der Berge" Atemlos durch die Geschichte

Die vietnamesische Autorin Nguyêen Phan Que Mai erzählt die Geschichte ihres Heimatlandes anhand der fiktiven Familie Tran, die nicht nur wegen des Krieges gegen Amerika leidgeprüft ist.
08.12.2021, 11:02
Lesedauer: 2 Min
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Atemlos durch die Geschichte
Von Simon Wilke

Es ist beeindruckend, was der vietnamesischen Autorin Nguyen Phan Que Mai mit ihrem Roman "Der Gesang der Berge" gelungen ist. Ihre Erzählung über die Familie Tran ist so dicht gepackt mit Schicksalsschlägen, Hoffnungen, Verlust und Liebe, dass man bei der Lektüre kaum zu Atem kommt. Zugleich führt sie die Leserinnen und Leser durch die vergangenen einhundert Jahre vietnamesischer Geschichte, mit all ihren Besatzungen, Kriegen, Umwälzungen und Nöten. Es ist eine Geschichte, die so wohl nur die wenigsten Menschen gehört haben; hier wird sie derart konkret und eindrücklich nachgezeichnet, dass man sich fragt, warum man nicht schon viel früher davon gelesen hat. Eine Antwort hierauf ist sicher auch die Kontrolle und Überwachung des öffentlichen Lebens durch die Kommunistische Partei Vietnams. In einer Rangliste der Pressefreiheit von den Reportern ohne Grenzen liegt Vietnam heute auf Platz 175 von 180 Ländern.

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