Krimi von Roxanne Bouchard Drama an der kanadischen Küste: „Die Korallenbraut“

War es ein Unfall oder vielleicht ein Mord? In einem Dorf im Nordosten Kanadas versucht Polizeisergeant Morales Licht ins Dunkel zu bringen. Willkommen ist er nicht wirklich.
12.07.2022, 10:32
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Ein abgelegenes Fischerdorf im Nordosten Kanadas ist der Schauplatz eines mysteriösen Todesfalls, den Roxanne Bouchard in den Mittelpunkt ihres Romans „Die Korallenbraut“ gestellt hat.

Vor der Küste der Halbinsel Gaspé, dort, wo der St.-Lorenz-Strom in den Atlantik fließt, treibt ein leeres Fischerboot. Bald darauf wird die Leiche der Kapitänin gefunden. Der Todesfall könnte ein Unfall gewesen sein, möglicherweise aber auch ein Mord. Darauf gibt es Hinweise. Um den Fall aufzuklären, muss Polizeisergeant Morales aus der Stadt in das Dorf reisen und die Fischer befragen, die allen Fremden gegenüber skeptisch sind.

„Die Korallenbraut“ ist aber nicht nur Kriminalroman. Zunehmend gerät das Thema Identität und Zugehörigkeit in den Mittelpunkt der Erzählung. Morales, einst von Mexiko nach Kanada eingewandert, fühlt sich dort immer noch nicht richtig heimisch, besonders seit seinem Umzug in die Provinz von Quebec. Und auch die Tote war als einzige Frau unter männlichen Fischern eine Außenseiterin.

Bouchard verknüpft die unterschiedlichen Erzählstränge zu einem überzeugenden Spannungsroman. Eine besondere Rolle spielt dabei die raue Natur der Atlantikküste, die das Geschehen untermalt und dem Roman seinen besonderen Reiz verleiht.

Roxanne Bouchard: Die Korallenbraut. Atrium Verlag. Zürich, 336 Seiten, Euro 20,00, ISBN 978-3-85535-118-3

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