Neu im Bücherregal Gelungener Einblick in die Nachkriegszeit

Max ist elf, als sein Bruder stirbt. Eine Jugendbande ist schuld, doch die Eltern tun den Tod als Unfall ab. "Die Molche" gibt einen Einblick in Familien der Nachkriegszeit, hat aber Schwächen.
08.05.2022, 10:00
Lesedauer: 2 Min
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Gelungener Einblick in die Nachkriegszeit
Von Simon Wilke

Dem ersten Satz wird in der Literatur eine ziemlich hohe Bedeutung beigemessen. Mal entführt er in entlegene Gegenden, mal gibt er Rätsel auf, mal verrät er, mit wem man es im Folgenden zu tun bekommt. Und in einigen Fällen katapultiert er den Leser direkt in eine Katastrophe. Mit solch einem Satz beginnt Volker Widmanns Debüt, der Nachkriegsroman "Die Molche". Er lautet: "Der erste Ziegelstein traf meinen Bruder am Oberarm." Wer würde das Buch nach dem Lesen dieses Satzes freiwillig zur Seite legen?

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