Yasmina Rezas Roman "Serge" Eine Frage des Erinnerns

In ihrem neuen Buch "Serge" schickt Yasmina Reza eine dysfunktionale jüdische Familie zu Besuch nach Auschwitz. Doch das Vernichtungslager bleibt nicht das einzige Roman-Motiv. Kann das gut gehen?
24.01.2022, 16:59
Lesedauer: 2 Min
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Eine Frage des Erinnerns
Von Simon Wilke

Yasmina Reza pfeift darauf, was Leserinnen und Leser, insbesondere die in Deutschland, instinktiv erwarten, wenn das Wort Auschwitz fällt. Gedenken, Betroffenheit, Grauen sind nichts, dem sich die Autorin und Tochter jüdischer Eltern ausführlich widmet. In "Serge", ihrem neuen Roman, wird das Vernichtungslager zur Kulisse, in der sie ihr Drama um die französisch-jüdische Familie Popper ausbreitet, das daherkommt wie ein Familienporträt. Schonungslos und ehrlich, in einem Moment aufgenommen, bevor der Fotograf Brüder und Schwestern, Onkel und Tanten nachdrücklich zusammenrücken lässt und ein "Bitte recht freundlich" einfordert.

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