Der Schauspieler gastiert am 25. Februar mit dem Programm „Schauen Sie mal böse!“ in der Glocke Mario Adorf lässt tief blicken

Bremen. Manchmal robbt er mit seinen 84 Jahren noch über die Bühne, dann wieder gestikuliert er wild. Böse gucken kann er auch – gemäß dem Titel seines Programms.
11.01.2015, 00:00
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Mario Adorf lässt tief blicken
Von Uwe Dammann

Manchmal robbt er mit seinen 84 Jahren noch über die Bühne, dann wieder gestikuliert er wild. Böse gucken kann er auch – gemäß dem Titel seines Programms. Am 25. Februar kommt Mario Adorf in die Bremer Glocke, um das Publikum in die Welt des Films und des Theaters zu entführen. Er liest, erzählt und spielt Geschichten aus seinem Leben. Der Programmtitel „Schauen Sie mal böse!“ spielt darauf an, dass Adorf früher oft den Bösewicht mimen musste. Seine Lesungen sind unerhaltsam, denn er erzählt nicht nur mit viel Humor, sondern erweckt die Personen zum Leben, über die er spricht. Anekdoten über Kollegen wie Heinz Rühmann, Fritz Kortner und Hans Albers setzt er so realistisch in Szene, dass man glauben könnte, die Legenden selbst wären auf der Bühne präsent.

Mit gut 200 Film- und TV-Rollen hat sich Adorf einen internationalen Ruf erarbeitet. Doch er ist nicht nur ein Ausnahmdarsteller, sondern zudem glänzender Entertainer und erfolgreicher Autor. Noch als Student an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule entdeckte ihn der deutsche Film für die Landser-Trilogie „08/15“. Danach folgte bereits eine Glanzrolle: „Nachts, wenn der Teufel kam“. US-Regisseur Robert Siodmak drehte den zeitkritischen Spielfilm 1957 in Deutschland. Die Rolle brachte Adorf den Bundesfilmpreis, die erste von zahllosen Auszeichnungen.

Weitere wichtige Auftritte hatte Adorf in Volker Schlöndorffs „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ nach Böll und „Die Blechtrommel“ nach Grass sowie in Fassbinders „Lola“. Unvergessen ist er auch als „Rossini“ in Helmut Dietls gleichnamige Münchner Gesellschaftsporträt aus dem Jahr 1997.

Ebenso sorgfältig wählte er seine Rollen fürs Fernsehen aus, von Brechts „Herr Puntilla und sein Knecht Matti“ 1966, über „Via Mala“, „Kir Royal“, „Der große Bellheim“, „Der Schattenmann“ bis hin zu „Die Affäre Semmeling“. Tickets für die Veranstaltung gibt es an allen bekannten CTS-Eventim-Vorverkaufsstellen.

Mario Adorf: Schauen Sie mal böse!

Mittwoch, 25. Februar, 20 Uhr, Glocke.

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