Essen im Netz: rotebeteblog.wordpress.com Mehr als nur süßsauer eingelegt

Ania Groß hatte vor wenigen Tagen ein Jubiläum zu feiern: Im September veröffentlichte die Hamburgerin ihren 100. Blogeintrag – seit dem Jahr 2010.
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Mehr als nur süßsauer eingelegt
Von Silke Hellwig

Ania Groß hatte vor wenigen Tagen ein Jubiläum zu feiern: Im September veröffentlichte die Hamburgerin ihren 100. Blogeintrag – seit dem Jahr 2010. Das ist nicht viel? Sicher, es gibt andere Food-Blogger, die mehr Rezepte, Fotos und Berichte posten. Aber: Ania Groß hat ihr Blog einzig und allein Roter Bete und deren Verwandten gewidmet. Dazu 100 Blogeinträge zu verfassen, Dutzende von Rezepte zu kreieren, das will schon was heißen.

Doch warum ausgerechnet Rote Bete? Weil das Gemüse verkannt wird, findet Ania Groß, und bis heute – anders als der Kürbis – auf eine Renaissance wartet. Hierzulande sei Rote Bete bekannt aus Großmutters Küche – süßsauer eingelegt in Scheiben oder Kugeln, für schlechte Zeiten. „Aber wie der Kürbis kann auch die Rote Bete viel mehr als in süßsaurem Saft rumdümpeln.“ Und so begann Ania Groß, ihre Leser im Netz mitzunehmen auf eine Expedition ins Land der Bete. Sie experimentierte und probierte – Aufläufe und Eintöpfe, Salate und Muffins. Rote Bete als Beilage und als Zutat, gefüllt und überbacken, roh und karamellisiert: Rote Bete-Kidneybohnen-Auflauf, gebackene Rote Bete-Würfel zu Thymian-Walnuss-Gnocchi, Rote Bete-Orangen-Trüffel, Rote Bete-Süßkartoffel-Lasagne mit Knoblauchrauke-Sauce, Rote Bete-Labkraut-Küchlein mit Knoblauchrauke-Quark .

Obendrein entdeckte die Grafikerin und Webdesignerin auch Gelbe und Geringelte Bete. Sie wachsen, schildert Groß, „zusammen mit zylinderförmigen Beten im Garten meiner Eltern und bereichern nun das Blog geschmacklich und farblich“. Anbauen darf Ania Groß bei den Eltern, aber mit ihrer Vorliebe für Bete „bin ich in der Familie aus der Art geschlagen“. Ihren Vater habe sie für ihre süßen „Glückskugeln“ gewinnen können, die außer aus Roter Bete aus Cranberrys, Datteln und Cashewkernen bestehen. „Aber damit habe ich noch jeden Rote-Bete-Hasser rumgekriegt.“

Wichtig sei ihr, sagt Ania Groß, dass sie sich nicht Bete-Rezepte „für den 17. Zwischengang“ ausdenke. Sie koche, um sich satt zu essen. Jedoch nicht nur mit Roter Bete. „Ich koche auch andere leckere Sachen, und manchmal denke ich: Mist, dass ich das nicht auf meinem Blog posten kann.“ Nein, kann sie nicht. Das Blog widmet sich der Roten und der Gelben und der Geringelten Bete

. Und da, sagt Ania Groß, gibt es noch viel zu tun. „Das kann man noch deutlich ausdehnen – ob in Richtung feine Küche oder Hausmannskost.“

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