Neues Skulpturenhaus im Huder Klosterbezirk mit Werken des Bildhauers Wolf E. Schultz eröffnet

„Menschen und Träume“ aus fünf Jahrzehnten

Hude. Der Bogen spannt sich von einem Saurier, den Wolf E. Schultz 1953 als Schüler aus Kirschholz geschnitzt hat, bis zum „Gießwächter“ und dem „Komponisten“, den neuesten Bronzen, die der Huder Bildhauer nicht etwa gegossen, sondern aus dem massiven Metall herausgearbeitet hat: Fünf Jahrzehnte künstlerischen Schaffens, teils figürlich, teils auch abstrakt, sind in der Ausstellung „Menschen und Träume“ vereint.
05.04.2015, 00:00
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Von Ute Winsemann
„Menschen und Träume“ aus fünf Jahrzehnten

Künstler Wolf E. Schultz schaut seiner Skulptur in die Augen.

Ingo Moellers

Der Bogen spannt sich von einem Saurier, den Wolf E. Schultz 1953 als Schüler aus Kirschholz geschnitzt hat, bis zum „Gießwächter“ und dem „Komponisten“, den neuesten Bronzen, die der Huder Bildhauer nicht etwa gegossen, sondern aus dem massiven Metall herausgearbeitet hat: Fünf Jahrzehnte künstlerischen Schaffens, teils figürlich, teils auch abstrakt, sind in der Ausstellung „Menschen und Träume“ vereint. Seit Ostersonnabend ist sie im Huder Klosterbezirk zu sehen. Mit ihr wurde zugleich das neue Skulpturenhaus auf der ehemaligen Kegelbahn der Klosterschänke eingeweiht. Der Raum ersetzt das frühere Skulpturenhaus, das Schultz Anfang der 1990er in einem alten Schuppen eingerichtet hatte und vor etwa eineinhalb Jahren zugunsten einer anderen Verwendung des Grundstücks aufgeben musste. Wie sein Vorgänger soll auch das neue Skulpturenhaus ausschließlich Schultz’ Werken vorbehalten bleiben, im Gegensatz zu vorher allerdings mit wechselnden Ausstellungen bestückt werden.

Gleich in der ersten sind, trotz ihres Charakters als Retrospektive, unter den mehr als 30 Skulpturen auch bislang nie öffentlich ausgestellte Werke enthalten, etwa „Engel“, ein in Privatbesitz befindlicher Kopf aus Marmor und Mahagoni. Ebenfalls zeigt Schultz „Gestern – heute – morgen?“, aus dem Jahr 1979, das es er selbst als sein „Meisterstück“ bezeichnet. Entstanden ist es unter dem Eindruck von Bildern aus dem Biafra-Krieg, für die Arbeit recherchierte der Künstler unter anderem im Krankenhaus und studierte Gerippe.

„Menschen und Träume“ läuft bis Mitte Juni. Geöffnet ist jeweils sonnabends von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis

18 Uhr sowie nach Vereinbarung mit der Klosterschänke, Telefon 0 44 08 / 77 77.

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