Kreissportbund feiert 40 Jahre Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche / 70 Vereine wirken mit

Mit Karacho in die Ferien

Bremen. Mit Schwung sind am Sonnabend auf dem Bremer Marktplatz die ersten Kinder in die Ferien gerollt. Zumindest symbolisch.
19.07.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Mit Karacho in die Ferien
Von Antje Stürmann

Mit Schwung sind am Sonnabend auf dem Bremer Marktplatz die ersten Kinder in die Ferien gerollt. Zumindest symbolisch. Die Ferien beginnen am Donnerstag, der Kreissportbund (KSB) Bremen aber feierte schon am Sonnabend den Beginn des 40. Sommerferienprogramms. In diesem Jahr laden rund 70 Vereine und Organisationen Kinder und Jugendliche zu Spiel, Spaß und Ausflügen ein.

„Coole Sache“, lobt auf dem Marktplatz die achtjährige Hagar Mahraoui aus Bremen. Hagar rutscht mit Karacho auf einem Brett sitzend über blaue Kunststoffrollen eine kleine Anhöhe hinunter. Dafür musste sie eine Weile anstehen, denn die Rollenbahn ist mit Abstand das beliebteste Spielgerät bei der Aktion des Kreissportbundes. Ihre Geschicklichkeit testen die jungen Besucher auch beim Stelzenlauf, beim Zielwurf und beim Pedalofahren.

Hagar Mahraoui aber ist nicht dafür hierher gekommen. Sie ist eine jener jungen Tänzerinnen des Sportvereins ATSV Habenhausen, die am Nachmittag scheinbar spontan auf dem Marktplatz zusammenfinden und zur Überraschung der Gäste einen Hip-Hop-Tanz aufführen. Zuvor aber bestaunt Hagar Mahraoui noch die Mimen des Theater Interaktiwo, die auf der Bühne das Märchen von den Stadtmusikanten aufführen. „Das ist echt gut“, findet die Schülerin.

Am Tischkicker versucht sich indes Sozial- und neuerdings Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Das Sommerferienprogramm – für sie ein wichtiges Angebot. „Gerade für jene Familien, die nicht so viel Geld haben oder Kinder, deren Eltern nicht so viel Zeit haben, in den Urlaub zu fahren, hat der Kreissportbund ein tolles Programm zusammengestellt. Das macht Lust darauf, Ferien in Bremen zu machen.“

Vom Inlinerfahren übers Wettrutschen im Schlossparkbad, einen Zauberworkshop, die Geister- und Pyjama-Nacht und Wassersport bis hin zu einem Tagesausflug mit Feuerwehr und Polizei bietet das Programm eine große Bandbreite. Besonders ans Herz liegt der Sozialsenatorin aber das 25. Spielfest am Werdersee: Dieses „Bergfest“, mit dem Mitwirkende und Teilnehmer Halbzeit feiern, ist für den 15. August geplant. Am Werdersee warten dazu Kletterburgen auf die Besucher, Spielstationen und Aktionen rund ums Wasser. „Wir feiern in diesem Jahr eine Stunde länger, damit die Kinder noch mehr Zeit zum Spielen haben“, kündigt die Jugendwartin des KSB, Sabine Lohbeck, eine Neuerung anlässlich des 40. Bestehens an.

In seinem Programm fasst der KSB Ferienaktionen im gesamten Stadtgebiet zusammen. „Vor über 40 Jahren haben die Vereine auf den Bezirkssportanlagen in jedem einzelnen Stadtteil Spielfeste veranstaltet“, sagte Sabine Lohbeck. Damals lag die Verantwortung beim Jugendamt.

Seit dieser Zeit bieten zum Beispiel der TV Eiche Horn und der Turn- und Rasensportverein (Tura) Bremen Aktionen für Kinder und Jugendliche an. Überwiegend sind es stundenweise Veranstaltungen. Die Bremer Sportjugend bietet in Zusammenarbeit mit den Vereinen aber auch eine Betreuung an, immer werktags von 9 bis 15 Uhr an. „Für Eltern, die arbeiten müssen“, sagt Sabine Lohbeck.

Die zehnjährige Lili Egles jedenfalls ist überrascht, was der Kreissportbund alles auf die Beine gestellt hat, um den Daheimgebliebenen den Sommer zu verschönern. Ihr ganz persönlicher Höhepunkt. Der Umbau eines Kaninchengeheges auf der Kinder- und Jugendfarm in Habenhausen. Doch das passt ihr zeitlich nicht. „Vielleicht im nächsten Jahr“, sagt sie.

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