Das Kulturteam der Stadtkirche Vegesack stellt sein Programm für das erste Halbjahr 2014 vor

Mit Momenten der Glückseligkeit

Die Stadtkirche Vegesack geht mit ihrem Kulturprogramm ins dritte Jahr. Eben erst sind die Veranstaltungen gelaufen, die in Zusammenarbeit mit dem „Winterspaß“ von Vegesack Marketing stattgefunden haben, da steht das neue Kulturhalbjahr vor der Tür. Gestern wurde das Programm im „Oberdeck“ der Kirche vorgestellt.
07.01.2014, 00:00
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Von Albrecht-Joachim Bahr
Mit Momenten der Glückseligkeit

Schlusspunkt vom „Winterspaß“ und Auftakt zugleich zum kommenden Kulturprogramm: Am Sonntag gastierte „The Piano Killer“ alias Emanuel Jahreis in der Stadtkirche Vegesack mit Boogie-Woogie zum neuen Jahr.AJB·

Christian Kosak

Die Stadtkirche Vegesack geht mit ihrem Kulturprogramm ins dritte Jahr. Eben erst sind die Veranstaltungen gelaufen, die in Zusammenarbeit mit dem „Winterspaß“ von Vegesack Marketing stattgefunden haben, da steht das neue Kulturhalbjahr vor der Tür. Gestern wurde das Programm im „Oberdeck“ der Kirche vorgestellt.

„Kultur ist im Kern religiös“, betont Volker Keller, Pastor der Stadtkirche. Musik, Malerei, das geschriebene Wort: Alles sei dem Ursprung nach aus religiösen Riten erwachsen. Deshalb lege man in der Stadtkirche eben auch viel Wert auf weltliche Kunst. „Manchmal“, fährt Volker Keller fort, „ erlebt man bei einem kulturellen Ereignis einen Moment der Glückseligkeit, fühlt man sich eins mit dem großen Ganzen.“ Dieses Erleben sei hier und da dasselbe. Deswegen würden auch viele Programmpunkte der Stadtkirche in Verbindung mit einem Gottesdienst angeboten.

So weit der philosophische Hintergrund zur „Kirche mit Kulturprogramm“, die inzwischen ins dritte Jahr geht. Mit Erfolg, wie Hartmann Vandré und das Kulturteam bei der Vorstellung des Frühjahr-Sommer-Programms gestern im Gemeindezentrum „Oberdeck“ betonten. Man habe die Jahre über zugelegt. Allein 2013 habe es 72 Veranstaltungen gegeben, davon 46 musikalischer Art. Mit insgesamt 4000 Besuchern seien gut 15000 Euro an Künstlergage ermöglicht worden, darüber hinaus habe man gut 3600 Euro an Benefiz-Geldern generiert.

All das sei aber nur zu bewältigen gewesen mit gut 270 Einsätzen ehrenamtlicher Helfer und Helferinnen. Für mehr als 60 Prozent der Veranstaltungen hat es freien Eintritt gegeben, außerdem hat man – wo möglich – den Eintritt reduziert. „Damit haben wir aber über einen vermehrten Umsatz bei manchen Veranstaltungen sogar mehr eingenommen.“

Schwerpunkt: natürlich die Musik

Der Auftakt des neuen Programms am Sonntag mit dem Auftritt von Emanuel Jahreis als „The Piano Killer“ in der Stadtkirche ist gleichzeitig auch Ausklang der vergangenen Saison gewesen. Dieser Auftritt war nämlich Schlusspunkt des „Winterspaß“, organisiert vom Marketing Vegesack. Das habe alles ausgezeichnet funktioniert, war sich das Kulturteam einig. Und: Beim kommenden Winterspaß möchte man auch wieder dabei sein.

Vorerst aber steht das eigene Programm im Vordergrund. Neunzehn musikalische Veranstaltungen wird es geben und fünf aus dem Bereich Literatur-Biografie-Vortrag, sechsmal kommen Theater, Film und Bild zum Zuge und schließlich gibt es zwei Veranstaltungen der Rubrik Gedenken, Frieden, Internationale Solidarität. „Große Events werden allerdings fehlen“, sagt Hartmann Vandré. „Das wird im zweiten Halbjahr aber wieder anders, zum Beispiel im Rahmen vom „Festival Maritim“ oder beim nächsten Winterspaß.

Pop, Jazz und Klassik von „Mellow Melange“ (11. Januar), Keltisch Folk mit „Coomara“ (19. Januar), der Songpoet Harald Grobleben (15. Februar), ein Road-Movie quer durch Mittelamerika (16. Februar), Gospel-Workshop und -konzert (22. Februar), Benefiz für Nicaragua mit Henning Scherf (28. Februar) – das allein ist stichwortartig das Programm bis in den Februar hinein. Ein Programm, das, wie Vandré beschreibt, auch insoweit lebendig ist, als es hin und wieder zu Änderungen kommen mag – vor allem zu willkommenen Ergänzungen.

„Wir bieten“, verspricht das Kulturteam der Stadtkirche, „ein anspruchsvolles Niveau durch Könner, Spitzenkönner und Nachwuchskräfte.“ Die Künstler, Chöre und Referenten kämen wieder aus eigenem Potenzial, seien regional oder gar weltweit bekannt. Die Programm-Broschüre liegt an allen gewohnten Plätzen aus und ist im Gemeindebüro, Menkenstraße 15, unter Telefon 0421/664664 zu bekommen. Das Programm findet sich auch unter www.kulturbuero-bremen-nord.de.

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