Musik 40 Jahre «Bitches Brew» von Miles Davis

Hamburg. Er wusste immer, wann es Zeit war, etwas Neues zu wagen. 1959 revolutionierte Miles Davis mit seinem epochalen Album «Kind Of Blue» den formelhaft erstarrten Bebop, gut zehn Jahre später ging er noch einen Schritt weiter und öffnete den Jazz in Richtung Rock und Funk.
28.08.2010, 10:50
Lesedauer: 1 Min
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Hamburg. Er wusste immer, wann es Zeit war, etwas Neues zu wagen. 1959 revolutionierte Miles Davis mit seinem epochalen Album «Kind Of Blue» den formelhaft erstarrten Bebop, gut zehn Jahre später ging er noch einen Schritt weiter und öffnete den Jazz in Richtung Rock und Funk.

Auf seinem auch kommerziell höchst erfolgreichen Album-Meilenstein «Bitches Brew» von 1970 zelebrierte der geniale Trompeter mit einer sagenhaften Band einen fast 100-minütigen Hexensabbat, der es in sich hatte.

Zum 40-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung liegt «Bitches Brew» jetzt in zwei opulent aufgemachten Editionen neu vor. Die «Legacy Edition» präsentiert das digital remasterte Originalalbum sowie sechs Bonustitel und eine DVD mit einem bislang unveröffentlichten Konzert der Miles Davis Band im November 1969 in Kopenhagen. Die «Deluxe Edition erhält darüber hinaus noch eine weitere Live-CD, eine 180 Gramm Vinyl-Version des Originalalbums sowie umfangreiche Booklets und Memorabilia.

«I could put together the greatest Rock'n'Roll band you ever heard», meinte Davis damals, und der oft als Großmaul verschriene Trompeter hatte verdammt nochmal Recht. Wayne Shorter spielt auf «Witches Brew» Sopransaxofon, Chick Corea und Joe Zawinul improvisierten am E-Piano, John McLaughlin an der E-Gitarre, Jack DeJohnette war der Drummer, und Dave Holland stand am Bass. Ein epochales Ensemble, das der Hexenmeister Davis mit traumwandlerischer Sicherheit zu Höchstleistungen anspornte. Das Album ist ein Muss nicht nur für Jazzfreunde. (dpa)

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