Gesucht wird: Die neue Adele Die heißesten Newcomerinnen 2012

Adele war die überraschende Chartkönigin des letzten Jahres - Wer aus der weiblichen Pop-Konkurrenz schafft 2012 den Coup?
06.01.2012, 00:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Stefan Weber

Adele war die überraschende Chartkönigin des letzten Jahres - Wer aus der weiblichen Pop-Konkurrenz schafft 2012 den Coup?

"Born This Way" von Lady Gaga war ein Flop. Klingt nach einer gewagten These? Vielleicht. Aber ein Blick auf die Verkaufszahlen genügt, um nüchtern festzustellen: Gemessen an den - von der Pop-Lady selbst geschürten - Erwartungen, blieb das Album doch hinter weit seinem Vorgänger zurück. Den Titel der "Queen Of Pop" verdiente sich 2011 eine andere, die viele wohl kaum auf der Rechnung hatten: Soul-Sängerin Adele brach mit "21" die Verkaufsrekorde, die Lady Gaga eigentlich brechen wollte. Ob man in einem Jahr von ähnlichen Sensationen wird berichten können? Wer wird die Überraschung? Die neue Adele? Die nächste Lady Gaga? Findet sich vielleicht sogar eine würdige Nachfolgerin für Amy Winehouse? Voraussagen sind schwierig. Aber folgende fünf Newcomerinnen sollten 2012 zumindest von sich reden machen.

1. Lana Del Rey

Pop-Newcomerin des Jahres? Vieles spricht dafür, dass Lana Del Rey 2012 diesen Titel einheimsen kann. Ihr selbstgedrehtes Video zu "Video Games" sorgte zunächst in Musikblogs für Furore, der Song schaffte dann auch durch zahlreiche Fernsehauftritte (in Deutschland bei "Inas Nacht") den Sprung in die Mainstream-Charts - hierzulande sogar auf Platz eins. Seitdem rätseln alle: Wer ist diese Frau, die schon früher unter ihrem richtigen Namen Lizzy Grant Musik machte? Ist sie nur ein Majorlabel-Produkt mit aufgespritzten Lippen? Oder die "Gangster-Nancy-Sinatra", als die sich selbst mal bezeichnete? Auch ihr inzwischen fast schon lang erwartetes Debüt "Born To Die", das am 27. Januar erscheint, wird darauf wohl keine befriedigenden Antworten geben. Dennoch könnte es gut sein, dass sie mit ihrer dunklen Stimme, mit ihrem mit Weltschmerz und Hollywood-Schmalz vorgetragenen Cinemascope-Pop den Nerv der Zeit trifft - und damit zweien ihrer Idole sehr nahe kommt: Elvis Presley und Kurt Cobain.

Fazit: Mysteriös und melancholisch, abgründig und Aufmerksamkeit erregend - Lana Del Rey könnte im Popzirkus die Rolle von Amy Winehouse einnehmen.

2. Emeli Sandé

Emeli Sandé bringt eigentlich alles mit, um 2012 durchzustarten: Die junge Schottin schrieb schon Songs für Leona Lewis und Susan Boyle, toppte bereits die UK-Charts (als Gastsängerin bei "Read All About It" von Brit-Rapper Professor Green) und heimste erst kürzlich den Kritikerpreis der "Brit Awards" ein. Sie hat sogar wortwörtlich den Adele-Faktor: Ihr Geburtsname lautet Adele Emeli Sandé. Und ähnlich wie ihre Namensvetterin auch setzt sie auch musikalisch Maßstäbe. Die Schottin setzt den Weichspül-Arrangements der US-R'n'B-Konkurrenz trippige Beats entgegen. Ob das alles funktioniert, zeigt sich ab 10. Februar, dann erscheint ihr Debüt "Our Version Of The Events". Aber vom großen Erfolg trennt Sandé eigentlich nur noch eins: ein Radio-Hit.

Fazit: Ihre Stimmen ähneln sich und nachdem Beyoncé zuletzt schwächelte, könnte Emeli Sandé die neue R'n'B-Königin werden.

3. Soko

Adeles "21" ist ein ungeschönter, ehrlicher und tief empfundener Blick auf eine gescheiterte Liebe. Und in Sachen Intimität stehen Sokos Lieder über Sex, Romantik und Depressionen den Trennungssongs von Adele in kaum etwas nach. Die französische Schauspielerin, die sich mit einem Nachwuchs-"César" schmücken kann, ging bereits 2006 sogar noch weiter: Ihre eifersüchtige Drohung an eine Liebesrivalin "I'll Kill Her" wurde zu einem Überraschungshit der Saison. Am 24. Februar erscheint nun endlich ihr Debüt "I Thought I Was An Alien". Aber ob der Charme ihres französischen Akzents nun fünf Jahre später noch zieht? Ihre leicht gespenstische simplen, meist nur mit Laptop, Ukulele und Akustikgitarre eingespielten Folk-Skizzen dürften es schwer haben, ein ganz großes Publikum zu erreichen.

Fazit: Soko wird die nächste Charlotte Gainsbourg - als Schauspielerin und Sängerin gleichermaßen geachtet.

4. Tove Styrke

Tove Styrke ist der Traum jeder großen Plattenfirma: 19 Jahre jung, Model, Pop-Potenzial bereits in einer Castingshow getestet. Einzig über die Aussprache ihres Namens wird man anfangs vielleicht noch stolpern. Ansonsten sollen zahlreiche Hitproduzenten 2012 dafür sorgen, dass die Schwedin auch über ihre Heimat hinaus populär wird. Mit ihrer Single "Call My Name" will sie ab sofort die Charts aufrollen, ihr erstes internationales Album ist für das Frühjahr geplant, und sollte dank eingängigem Elektro-Pop mit 80er-Einschlag - und trotz fehlendem Adele-Authentizitätsfaktor - auch hierzulande ein Erfolg werden.

Fazit: Wenn im Marketing nichts schiefgeht, dann sollte Tove Styrke - nicht nur aufgrund leichter optischer Ähnlichkeiten - eine ähnliche Karriere bevorstehen wie Kylie Minogue.

5. Victoria Justice

Es muss nicht immer der Königinnentitel sein - auch eine neue Pop-Prinzessin wird 2012 weiter gesucht. Wo ist die neue Britney Spears, ein weibliches Pendant zu Justin Bieber? Eine Kandidatin für diesen Titel ist Victoria Justice. Denn auch sie bringt reichlich hilfreiche Voraussetzungen für eine Popkarriere mit: Die 18-Jährige genoss eine Theater- und Musical-Ausbildung, spielt die liebenswert-freundliche Tori Vega in der Nickelodeon-Teen-Sitcom "Victorious" und gibt sich extrem ehrgeizig und bodenständig. Ein Debütalbum soll noch 2012 erscheinen.

Fazit: Die blonde Pop-Unschuld der jungen Britney Spears fehlt Victoria, als neue Miley Cyrus kann man sich die brünette Aufsteigerin aber vorstellen.

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