"Ich glaube, meiner Seele geht es gut ..." Warum Courtney Love sich nicht um Kesha sorgen muss

Kesha mag es wild treiben - doch eigentlich, meint sie, sei sie ganz vernünftig.
05.02.2010, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Annekatrin Liebisch

Kesha mag es wild treiben - doch eigentlich, meint sie, sei sie ganz vernünftig.

Wenn ausgerechnet Courtney Love jemandens Seele retten will, muss die Lage ernst sein. Per Twitter sorgte sich die Rockerin kürzlich um eine junge Dame namens Kesha, sprach sogar von Muttergefühlen, die sie drängen, die 22-Jährige vor "den Klauen der Vergänglichkeit und dem Seelentod" zu retten. Wie rührend. Dabei scheint die "verlorene kleine Seele" doch ganz gut allein zurechtzukommen: Mit "Tik Tok" erklomm Kesha sowohl in den USA als auch in Deutschland die Spitze der Single-Charts. Nun folgt ihr Debütalbum "Animal", auf dem die Newcomerin ihren animalischen Instinkten vertraut.

Wirklich nachvollziehen lässt sich nicht, was Courtney Love zu der Annahme verleitet, Kesha Rose Sebert lasse sich von irgendjemandem verbiegen. Die Boulevardpresse jedenfalls ist gerade zu vernarrt in die Schulabbrecherin, die in einem Song behauptet, mit Whiskey Zähne zu putzen und in einem anderen gesteht, dass "Boots & Boys" ihr Antrieb seien. Wobei sie einräumen muss, dass "boots" derzeit Vorrang haben: "Schuhe machen weniger Ärger, und ich kann sie auf Reisen in einen Koffer packen."

Die Storys, die die Blondine erzählt, sind jedoch noch rotziger als ihre Texte: Ja, sie brach tatsächlich in das Haus von Prince ein, um ihm ihr Demo in die Hand zu drücken. Ja, sie habe tatsächlich in Paris Hiltons Kleiderschrank gekotzt - die beiden kennen sich vom Dreh einer der unzähligen "The Simple Life"-Staffeln. Ja, sie habe auch schon mit Frauen rumgemacht, sei aber nicht bisexuell. Und ja, sie habe vor Kurzem in einem Londoner Pub ins Waschbecken gepinkelt.

Aber was blieb ihr auch anderes übrig, als Rockstar zu werden, nachdem ihre Mutter, Songwriterin Pebe Sebert, sie mitten auf einer Party in Los Angeles zur Welt brachte? "Meine Mom war hochschwanger und lud alle Freunde ein. Und ich wollte wohl einfach mitfeiern und platzte herein", erklärt die junge Wilde lachend. So erscheint es glaubhaft, dass sich Mama keine Sorgen macht, wenn ihre "Kleine" ein wenig über die Stränge schlägt: "Sie ist meine beste Freundin, ich kann ihr alles erzählen und immer ehrlich sein. Sie weiß, dass ich eigentlich vernünftig bin."

Falls es dennoch mal Krach geben sollte, wüsste Kesha jedoch, bei wem sie einziehen würde: "Ich hätte nichts dagegen, von Alice Cooper adoptiert zu werden. Ich traf ihn bei den Grammys, und wollte eigentlich wie in 'Wayne's World' auf die Knie fallen und 'Ich bin unwürdig, ich bin unwürdig' rufen. Er war großartig. Er sagte mir, wo ich die Aliens finde - in Arizona." Und wenn Alice Cooper sich gerade einmal in einer anderen Galaxie aufhalten sollte, wären da ja immer noch "die beiden coolsten Typen des Planeten": Slash und Ringo Starr, die ihr auf der Grammy-Party zu ihrem Chart-Erfolg gratulierten. Am liebsten würde sie mal mit allen dreien abhängen und dazu noch Bob Dylan und Robert Plant einladen. "Und Justin Bieber, das wäre eine interessante Mischung."

Und was ist nun mit Courtney Love, die doch so besorgt um ihr Seelenheil ist? "Das ist ein bisschen Furcht einflößend, denn ich hab keine Ahnung, was sie damit meint. Ich weiß ihre Sorge zu schätzen, aber ich glaube, meiner Seele geht es gut ..."

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